Sport : Der Wunschgegner

Deutschlands Fußballerinnen spielen jetzt gegen Russland

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Portland/Oregon (dpa). Die deutsche FrauenNationalmannschaft trifft im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft auf ihren Wunschgegner. Weil Russland im letzten Gruppenspiel gegen China 0:1 verlor, müssen die Deutschen nun in der Nacht zum Freitag (1.30 Uhr, live im ZDF) in Portland gegen die Russinnen antreten. Anschließend treffen China und Kanada aufeinander. Auch in den anderen Gruppen setzten sich die Favoriten durch: Die USA spielen gegen Norwegen, Brasilien kämpft gegen Schweden um den Einzug ins Halbfinale.

„Russland spielt athletisch und geradlinig, steht kompakt in der Defensive. Es wird schwer, die Abwehr zu knacken“, sagte die deutsche Cheftrainerin Tina Theune-Meyer, die den nächsten Gegner am Sonntag in Portland bereits beobachtet hat. Respekt sei angebracht, Angst aber nicht, sagte Theune- Meyer. „Schließlich sind wir gut in Schwung.“

Die Bilanz gegen die Russinnen spricht eindeutig für die deutschen Frauen. In zehn Spielen verloren sie noch nie, schafften acht Siege bei 29:2 Toren. Der russische Trainer Juri Bystritzky spricht daher voller Hochachtung über die Mannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die mit 13 Toren mehr als jede andere in der Vorrunde erzielt hat. „Die Deutschen sind Europameister, haben eine gute Mannschaft mit einer starken Offensive. Das wird schwer.“

Sollte das DFB-Team sein Viertelfinalspiel gewinnen, steuert es auf das Traum-Halbfinale gegen Gastgeber USA zu. Der Titelverteidiger marschierte ebenso souverän mit drei Erfolgen durch die Vorrunde wie Europameister Deutschland. Die US-amerikanische Trainerin April Heinrichs denkt aber noch lange nicht an ein mögliches Spiel gegen die Deutschen: „Wir haben großen Respekt vor Norwegen. Es ist ein gutes Team und immer gefährlich.“

Die beiden großen Rivalen standen sich schon mehrfach bei WM-Endrunden gegenüber. „Wir wollten eigentlich erst im Finale auf die USA treffen. Aber wenn es im Viertelfinale sein muss, dann muss es eben sein“, sagte Norwegens Trainer Age Steen.

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