Deutsche Eishockey-Liga : 1:3 in Köln: Eisbären verlieren mal wieder auswärts

Seit dem ersten Spieltag warten die Eisbären in der DEL auf einen Auswärtsdreier. Daran änderte sich auch am Dienstagabend nichts: In Köln verloren die Berliner in einem zeitweise hektischen Spiel mit 1:3.

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Daniel Weiß (l.) rennt Gegenspieler Philip Riefers hinterher - im Endeffekt vergeblich.
Daniel Weiß (l.) rennt Gegenspieler Philip Riefers hinterher - im Endeffekt vergeblich.Foto: Imago

Vor Heimspielen gegen die Eisbären Berlin müssen die Kölner Haie keine Angst mehr haben. Die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp feierte am Dienstag einen 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)-Erfolg gegen den achtmaligen Meister – und beendete damit eine negative Serie. Sechs Mal in Serie hatten die Kölner in der DEL zu Hause gegen Berlin verloren – Play-off-Spiele inklusive. Entsprechend gelöst war die Stimmung vor 8934 Zuschauern in der Kölner Arena. „Das war ein besonderer Sieg“, freute sich Kölns Torschütze Chris Minard. "Köln ist defensiv so stark, wenn man da die eigenen Chancen nicht nutzt, hat man keine Chance", sagte Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson.

Krupps Profis gingen engagiert ins Spiel und hatten schnell beste Chancen. So traf Verteidiger Torsten Ankert nach einem Konter nur den Pfosten (7. Minute). In einem ersten  Powerplay hatten die Schweden Andreas Holmqvist und Andreas Falk vorher schon gute Schüsse aufs Tor von Rob Zepp abgegeben.

Die Eisbären, die ohne Kapitän André Rankel dafür aber wieder mit Florian Busch antraten, machten im ersten Abschnitt dagegen klar, warum sie das schwächste Auswärtsteam der Liga sind. Sie kamen auf einen echten Torschuss durch Barry Tallackson (16.) und wirkten an vielen Stellen als Team nicht abgestimmt. Dass es nach 20 Minuten 0:0 stand, ging mehr auf die Kölner Abschlussschwäche als auf ihre Defensivleistung zurück.

Die Gäste kamen im Mitteldrittel aber etwas besser ins Spiel, dafür mussten allerdings die Kölner Haie erst in Führung gehen. Falk lief mit dem Puck ins Angriffsdrittel und feuerte einen – haltbaren – Schuss aufs Berliner Tor ab, den Zepp mit der Kelle so unglücklich abwehrte, dass er ihm über den Schoner flog (23.). Knapp zehn Minuten später erhöhte Marcel Ohmann auf 2:0, er beförderte die Scheibe aus dem Getümmel vor Zepps Tor über die Linie.

Danach verstärkten die Eisbären, für die vorher schon Darin Olver und Frank Hördler gute Tormöglichkeiten vergeben hatten, endgültig ihre Attacken. Es wurde dramatisch. Der Schiedsrichter überprüfte nach einer Parade von Haie-Keeper Danny aus den Birken per Videobeweis, ob der Puck die Linie überschritten hatte. Gleichzeitig war vor dem Kölner eine Rangelei entbrannt, die KEC-Stürmer Yared Hagos eine Strafe einbrachte.

Der Referee entschied schließlich auf kein Tor, hob aber nicht den Arm, um die Wechselmöglichkeit der Eisbären zu beenden. Die Berliner wechselten weiter und verzögerten das Bully, es kam Hektik auf. Und als es weiterging, zeigte Berlins Constantin Braun im Powerplay, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Der 25-Jährige, der das zweite Spiel nach depressionsbedingter, siebenmonatiger Pause bestritt und in der zweiten Sturmreihe neben Travis Mulock und Julian Talbot auflief, schoss aus der Mitteldistanz aufs Tor, Mark Bell fälschte die Scheibe leicht zum 1:2 ab (37.), so dass er als Torschütze genannt wurde.

Ein Ehemaliger der Eisbären freute sich im Schlussdrittel aber noch viel mehr. Stürmer Alexander Weiß bereitete dem KEC mit seinem Tor zum 3:1  den Weg zum Sieg. Er beförderte den Puck aus kurzer Distanz ins linke Eck und bedankte sich umgehend beim Teamkollegen Philip Gogulla, der für ihn aufgelegt hatte.  Den Sieg ließen sich die Haie nicht mehr nehmen. Den Eisbären fiel nicht mehr viel ein.

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