• Deutsche Vollyeball-Meisterschaft: BR Volleys unterliegen VfB Friedrichshafen im ersten Finalspiel

Deutsche Vollyeball-Meisterschaft : BR Volleys unterliegen VfB Friedrichshafen im ersten Finalspiel

Zum dritten Mal haben die BR Volleys in dieser Saison in Friedrichshafen gespielt - und zum dritten Mal verloren. Jetzt stehen sie unter Druck.

Bernd Hüttenhofer
Lieber nicht hinschauen. Scott Touzinsky (l.) und Tomas Kmet konnten die dritte Niederlage der BR Volleys in Friedrichshafen in dieser Saison nicht abwehren. Foto: dpa/Kästle
Lieber nicht hinschauen. Scott Touzinsky (l.) und Tomas Kmet konnten die dritte Niederlage der BR Volleys in Friedrichshafen in...Foto: dpa

Friedrichshafen - Der VfB Friedrichshafen hat seinen Heimvorteil im ersten Playoff-Finalspiel genutzt und den Meister in Zugzwang versetzt. Nach der 1:3 (20:25, 25:23, 17:25, 23:25)-Niederlage vor 2767 Zuschauern müssen die BR Volleys am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle kontern, um dem VfB nicht schon im zweiten Heimspiel am nächsten Sonntag den Matchball für die deutsche Volleyball-Meisterschaft zu gewähren. Auch im dritten Spiel am Bodensee in dieser Saison war nichts zu holen für die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew, die in der Punkterunde mit 2:3 und im Pokal-Viertelfinale mit 0:3 unterlegen war.

„Wir hatten eine Phase, in der wir ein wenig platt waren, aber inzwischen haben wir gut regeneriert und sind wieder voll da“, sagte Lebedew vor dem Spiel. Am Ende wurde aber dennoch deutlich, dass einigen seiner Spieler etwas die Frische fehlt. Nachdem Lebedew in den Halbfinals gegen Düren viel gewechselt hatte, schickte er am Samstagabend wenig überraschend seine Topsechs aufs Feld: Kawika Shoji stellte die Bälle, diagonal spielte Paul Carroll, außen Scott Touzinsky und Robert Komm, im Block Tomas Kmet und den von VfB-Trainer Stelian Moculescu zum besten Spieler gewählten Rob Bonjte, die Liberos Martin Krystof und Erik Shoji wechselten sich ab.

Auch der VfB trat in Bestbesetzung an, doch Zuspieler Simon Tischer musste schon Mitte des ersten Satzes wegen Knieproblemen raus und wurde von Moculescu durch Benjamin Toniutti ersetzt. Es machte sich bezahlt, dass der VfB den erfahrenen Italiener während der Saison aus Kazan als dritten Zuspieler verpflichtet hatte – Friedrichshafen spielte weiter wie aus einem Guss. Hochkonzentriert und fast fehlerfrei hatte Moculescus Mannschaft eine frühe 8:4-Führung herausgespielt, die nur bei den Spielständen von 14:12 und 23:20 in Gefahr geriet. Moculescus Auszeiten halfen, die von Lebedew bei 5:10 und 13:18 dagegen nicht entscheidend.

Im zweiten Satz erwischten die Volleys den besseren Start, blockten nun besser und setzten sich nach einer 7:6-Führung vorentscheidend ab. Nach zwei Angriffsfehlern des VfB und einem Punkt von Kromm musste Moculescu eine erste Auszeit nehmen. Nächste Maßnahme: Der junge Michal Finger kam für Adrian Gontariu in die Diagonale. Zunächst ohne Wirkung, bei 11:18 nahm Moculescu die zweite Auszeit. Bei 12:20 rechnete eigentlich keiner mehr auch nur mit einem Anflug von Spannung, doch es wurde sogar noch dramatisch. Bei 21:22 nahm Lebedew seine zweite Auszeit, und letztlich bescherte ein Klasseblock von Kmet gegen Maarten van Garderen den Volleys den Satzausgleich.

Der VfB setzte sich im dritten Durchgang nach ausgeglichenem Beginn (5:5) über 8:5, 11:7 und 16:11 ab, ohne dass die Volleys nochmals ins Spiel gekommen wären. Kromm und Carroll wirkten nicht mehr so frisch, Friedrichshafens Aufschlagkünstler machten eine Menge Druck, Toniutti führte grandios Regie und spielte immer wieder seine Mittelblocker Max Günthör und Maxi Gauna frei. Lebedew brachte De Marchi und Christian Dünnes für Kromm und Carroll.

Nach einem frühen Schlagabtausch übernahm erneut der VfB die Initiative. Nach dem 6:6 erarbeitete sich der Vizemeister einen Drei-Punkte-Vorsprung, der bis zum 17:14 Bestand hatte. Die Endphase wurde dramatisch, denn die nun mit De Marchi, Dünnes und Fischer spielenden Volleys glichen zum 17:17 aus und blieben bis zum Schluss dran, ehe Michal Finger den zweiten Matchball für verwandelte.

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