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DFB-Pokal : FC Bayern dominiert Schalke – im Halbfinale gegen Dortmund oder Lotte

Zweimal Lewandowski, einmal Thiago: Die Bayern siegen im DFB-Pokal-Viertelfinale locker 3:0 gegen Schalke 04. Damit stehen die Münchner zum achten Mal in Folge im Halbfinale.

Robert Lewandowski jubelt.
Robert Lewandowski jubelt.Foto: REUTERS

Der FC Bayern ist nicht zu stoppen. Mit einem dominanten 3:0 (3:0) gegen den FC Schalke 04 nahmen die Münchner Kurs auf ihren 19. Triumph im DFB-Pokal. Vier Tage nach dem 8:0 gegen den Hamburger SV reichten dem Rekordcupsieger im Viertelfinale gegen die Gelsenkirchener am Mittwochabend 30 Minuten Vollgas-Fußball. „Da haben wir einen richtigen Schlag ins Gesicht bekommen“, sagte Schalkes Torwart Ralf Fährmann im TV-Sender Sky.

Der wieder einmal herausragende Robert Lewandowski und Thiago verzückten beim beeindruckenden Comeback von Vorbereiter Franck Ribéry mit sehenswerten Treffern. „Wir zeigen in der letzten Zeit, dass wir richtig gut Fußball spielen und Tore schießen. Die ersten Minuten waren wir offensiv sehr gut, Schalke konnte nichts machen“, sagte Lewandowski. Dreieinhalb Wochen nach dem 1:1 in der Liga gegen Schalke sahen die 75.000 Zuschauer diesmal einen Klassenunterschied. Die Münchner stehen zum achten Mal nacheinander im Halbfinale - Rekord. Gespielt wird die Vorschlussrunde am 25./26. April und der Gegner heißt dann Lotte oder Borussia Dortmund. „Das ist immer ein schönes Duell“, sagte Ribéry zur von ihm erwarteten Kraftprobe mit dem BVB. Der Titelgewinner wird am 27. Mai in Berlin ermittelt; für die Münchner wäre es das 22. Finale im DFB-Pokal.

Besonders ärgerlich endete der Abend für den vom FC Bayern an den FC Schalke ausgeliehenen Holger Badstuber: Der Verteidiger sah in der 77. Minute nach einem wiederholten Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Zu dem Zeitpunkt war die ungleiche Partie für die überforderten Schalker aber bereits gelaufen. "Ich brauche keinen Trost“, meinte Badstuber, der den Auftritt an seiner alten Wirkungsstätte richtig einordnete: „Bescheiden.“ Zwar konnte die Elf von Trainer Markus Weinzierl nach der Pause das Ergebnis erträglich gestalten, dem starken Bayern-Auftritt aber hatten die Gäste wenig entgegenzusetzen.

„Wir haben den Start ziemlich verpasst. Wenn die Bayern ins Rollen kommen, wird es schwer“, sagte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes in der ARD. „Wir haben uns das komplett anders vorgestellt“, sagte Weinzierl und nannte den frühen 0:3-Rückstand einen „Nackenschlag“.

Ribéry belebt das Team

Vor allem das Ribéry-Comeback nach einmonatiger Verletzungspause wirkte vom Anpfiff weg belebend und inspirierend. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als der französische Flügelflitzer mit einem feinen Steilpass Lewandowski bediente und dieser Schalke-Torwart Ralf Fährmann keine Abwehrchance ließ. Für den polnischen Ausnahmestürmer war es das 29. Tor in 33 wettbewerbsübergreifenden Pflichtspielen. Trainer Carlo Ancelotti freute sich über das Comeback von Ribéry: „Er hat es sehr gut gemacht und war an allen Toren beteiligt. Er hat 70 Minuten ohne Probleme gespielt.“

Nach einer guten Viertelstunde erhöhten die Münchner, die sich sogar den Luxus leisteten, auf Philipp Lahm und Thomas Müller zu verzichten, schon auf 2:0. Ribéry passte zu Lewandowski, Lewandowski flankte auf Thiago, Thiago köpfte unbedrängt ein - zeitweise lief es für die Bayern in der Anfangsphase wie im Training. Vor knapp vier Wochen hatten die Schalker beim 1:1 im Ligaspiel einen Punkt geholt, diesmal aber leisteten sie sich teilweise haarsträubende Fehler im Spielaufbau. Dem Druck der Bayern waren sie kaum gewachsen. Leon Goretzka hatte in der 18. Minute die erste Chance, verfehlte aber knapp das Tor von Manuel Neuer.

Das starke Pressing der Bayern wurde wenig später erneut belohnt. Wieder glänzte Ribéry als Vorarbeiter, wieder traf Lewandowski. Nationalverteidiger Mats Hummels blieb nach der Pause draußen, für ihn kam Juan Bernat - und der Spanier scheiterte an seinem 24. Geburtstag in der 48. Minute an Fährmann. Nach den fünf Treffern in der Champions League gegen den FC Arsenal und dem 8:0 gegen den HSV hätten die Bayern das nächste Torfestival folgen lassen können - doch gegen harmlose Schalker ließen es die Münchner in den zweiten 45 Minuten locker angehen.

Goretzka probierte es erfolglos aus der Ferne (60.), viel mehr Offensivaktionen gestatteten die Bayern den Gästen nicht. In der 67. Minute erhielt Ribéry bei seiner Auswechslung den verdienten Sonderapplaus der Münchner Fans und bescherte Kingsley Coman den 50. Pflichtspieleinsatz für den deutschen Rekordmeister und -pokalsieger. (dpa)

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