DFB-Pokal : Ivan Klasnic kehrt zurück

Werder Bremens zweite Mannschaft gewinnt gegen St. Pauli, Bochum verliert gegen Alemannia Aachen.

Klasnic Foto: dpa
Wieder am Ball: Ivan Klasnic. -Foto: dpa

Berlin - Hertha BSC ist nicht der einzige Bundesligist, der in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen einen unterklassigen Gegner ausgeschieden ist. Auch für den VfL Bochum ist der Traum, zum dritten Mal nach 1968 und 1988 das Finale des Wettbewerbs zu erreichen, beendet. Die Mannschaft von Trainer Marcel Koller unterlag dem Bundesliga-Absteiger Alemannia Aachen gestern Abend 2:3. Mit 1860 München (2:1 gegen Mainz) und der TSG Hoffenheim (2:1 gegen Greuther Fürth) erreichten zwei weitere Zweitligisten das Achtelfinale.

Auf dem Aachener Tivoli gingen die Bochumer in der 21. Minute zwar durch ein Eigentor von Marius Ebbers in Führung. Nach der Pause aber drehten Patrick Milchraum, Lubos Pecka und Ebbers mit ihren Toren die Begegnung für den Bundesliga-Absteiger. Der Anschlusstreffer von Pavel Drsek kam für den Bundesligisten zu spät. Die Bochumer mussten nach Gelb-Rot gegen Christoph Dabrowski mehr als eine Stunde in Unterzahl spielen.

Als zweiter Regionalligist steht die zweite Mannschaft von Werder Bremen in der Runde der letzten 16. Genauso wie über den 6:4 (2:2,2:2,1:1)-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen den FC St. Pauli freuten sich die Bremer allerdings über das Comeback von Ivan Klasnic. Dem kroatischen Nationalspieler war im März eine Niere eingepflanzt worden. Sein letztes Bundesligaspiel für Werder hatte er am 17. Dezember 2006 bestritten. Klasnics erster Pflichtspieleinsatz dauerte 67 Minuten, dann wurde er ausgewechselt.

Den ersten Treffer hatte Ivan Klasnic allerdings noch vorbereitet. Die Führung für Werders Reserve in einer temporeichen Partie war in diesem Moment verdient. Von einem Klassenunterschied war zwischen beiden Nordrivalen vor 14 764 Zuschauern, darunter Tausende St.-Pauli-Anhägern, nichts zu sehen. Im Gegenteil. Werder machte auch mit zehn Mann weiter Druck. Bremens Kapitän Sandro Stallbaum hatte in der 53. Minute Gelb-Rot gesehen, zwei Minuten vor Ende der Verlängerung musste auch sein Teamkollege Dominic Peitz vom Feld.

Trotzdem sahen Werder lange wie der Sieger aus. Kuru erzwang erst kurz vor Schluss mit seinem Tor die Verlängerung. Zuvor hatten Kevin Schindler und Martin Harnik für Bremen getroffen, Carsten Rothenbach den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. In der Verlängerung ging es weiter hin und her, Tore fielen nicht mehr, so dass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Takyi und Meggle scheiterten an Bremens Torhüter Pellatz. dpa

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