Sport : DFB-Pokal: Wolf sucht Schuld beim Schiedsrichter

Nach dem schmachvollen Aus des VfL Wolfsburg im DFB-Pokal lagen bei Trainer Wolfgang Wolf die Nerven blank. "Jetzt ist es endlich an der Zeit, etwas gegen die Schiedsrichter zu unternehmen. Was die in dieser Saison mit uns gemacht haben, kann ich einfach nicht mehr akzeptieren", schimpfte der Coach nach der blamablen Drittrunden-Pleite seiner Mannschaft gegen Zweitligist MSV Duisburg.

Das 3:4 seines Teams im Elfmeterschießen nach einer zuvor indiskutablen Leistung mit einem 1:1 (0:0, 0:0) nach Verlängerung ließ Wolf gänzlich die Contenance verlieren. Einmal in Rage holte der 43-Jährige zum großen Rundumschlag aus: "Ich kann meine Trainer-Kollegen nur auffordern, mehr gegen die Unprofessionalität der Schiris zu tun, das Maß ist voll." Manager Peter Pander distanzierte sich indes von den Äußerungen: "Ich teile die Meinung nicht, wir haben einfach mies gespielt."

Nach einem völlig berechtigten Platzverweis gegen VfL-Stürmer Jonathan Akpoborie in der Verlängerung (97.) hatte auch Wolf rot gesehen. Bei strittigen Szenen im Anschluss echauffierte sich der Trainer am Spielfeldrand, um kurz darauf seinem Ärger Luft zu machen: "Jede Kleinigkeit wird derzeit gegen uns gepfiffen, reguläre Tore nicht gegeben, Elfmeter verweigert." Der Auftritt seiner Mannschaft kam zuvor zeitweilig einer Arbeitsverweigerung gleich. Mit ideenlosem, statischem Spiel versuchten die Niedersachsen, dem alles andere als starken MSV beizukommen. Eine konzentrierte Abwehrleistung der Duisburger genügte, um den Sturmdrang der Wolfsburger entscheidend zu bremsen. Nachdem das 0:0 nach 90 Minuten der Spielweise beider Teams gerecht wurde, sorgten Goran Milovanovic(116. Minute) mit der Gäste-Führung und Charles Akonnor (119.) beim Ausgleich zumindest für kurze Unterbrechungen des gellenden Pfeifkonzertes. Im Elfmeterschießen avancierte dann MSV-Keeper Tomasz Bobel zum Held des Abends mit zwei gehaltenen Strafstößen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar