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DFB will Regel strenger umsetzen : Keine Bierdusche vor dem Siegerfoto beim Pokalfinale in Berlin

Es war Usus nach dem Pokalfinale: die Bierdusche. Am Samstag beim Spiel in Berlin zwischen Bayern und dem BVB soll es sie nicht geben, zumindest vor dem Siegerfoto.

Douglas Costa von München erhält eine Bierdusche nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Am Samstag wird man solche Bilder nicht sehen. Foto: dpa
Douglas Costa von München erhält eine Bierdusche nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Am Samstag wird man solche Bilder...Foto: dpa

Bier gehört zum Fußball dazu. So denken zumindest viele Sofasportler, wenn sie es sich vor ihren TV-Geräten zu Hause gemütlich machen - ganz zu schweigen von jenen, die ihren Mannschaften in der Kneipe die Daumen drücken. Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist nun aber eingefallen, dass ein gewisser Widerspruch besteht zwischen der Kampagne "Aktionsbündnis alkoholfrei Sport genießen" und der klassischen Bierdusche, wie sie zum Beispiel nach dem DFB-Pokalfinale bislang gang und gäbe war.

Wie die „Welt“ berichtet, hat der DFB die Bierdusche zumindest bis zum offiziellen Siegerfoto den Finalmannschaften vom Samstag, Bayern München und Borussia Dortmund, untersagt. Dies widerspreche dem "Aktionsbündnis alkoholfrei Sport genießen", teilte der DFB mit. DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte noch bei der Präsentation der Kampagne gesagt, dass er "nie auf die Idee käme, zur Halbzeit in der VIP-Lounge Alkohol zu konsumieren".    

Biersponsoren sind enttäuscht

Auch die lokalen Bierpartner der beiden Klubs zeigen sich enttäuscht von dem Entschluss, nach "Welt"-Informationen wurde hart gegen dieses Verbot gekämpft. Doch der DFB blieb bei seinem Entschluss. Bei Brinkhoff's No. 1, dem BVB-Sponsor, ist laut „Welt“ die Rede von einer "alkoholpolitisch motivierten Entscheidung des DFB: Wir respektieren diesen Wunsch, auch wenn wir bedauern, dass die Fans bei einer Siegesfeier darauf verzichten müssen".

Auch die Paulaner Brauerei, seit vielen Jahren einer der Sponsoren des FC Bayern, ist demnach nicht besonders glücklich über das Verbot. "Bierduschen sind ein fröhliches Ritual. Sie gehören einfach dazu, das war am vergangenen Samstag erst wieder auf dem Rasen der Arena in München zu sehen", sagte Sprecher Roland Tobias der "Welt": "Die Entscheidung des DFB bedauern wir natürlich." Er sei sicher, dass die Spieler einen anderen Weg finden, auf den Pokalgewinn anzustoßen.

Vielleicht aber ist die Aufregung, die gerade in sozialen Netzwerken nach Auftauchen der Nachricht zu vernehmen war, ohnehin übertrieben. Denn ein DFB-Sprecher sagte der "Welt", dass Bierduschen schon immer offiziell untersagt gewesen seien und "wenn nach dem Siegerfoto volle Gläser gereicht werden, werden wir die Klubs sicher nicht in der kommenden Saison ausschließen." Das alles jedenfalls klingt nach einem sehr moderaten Bierverbot. (Tsp)

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