Sport : Die Bayern besinnen sich auf das Kerngeschäft

Detlef Dresslein

Was das alles mit Fußball zu tun hatte? Keine Ahnung, aber irgendwo inmitten der Meldungen von Prügeleien im Training, Affären eines Torwarts und der Arbeitsplatzsorge eines Trainers beginnt nun langsam auch beim FC Bayern München wieder das Kerngeschäft in den Blickpunkt zu rücken. Heute Nachmittag spielt in der Bundesliga der FC Bayern München gegen Borussia Dortmund und, man glaubt es kaum nach den letzten Dramen: Es ist immer noch das Duell Erster gegen Zweiter.

Und egal wie es endet, das Wichtigste konnte Trainer Ottmar Hitzfeld schon am Freitagnachmittag vermelden. „Ich hatte Gespräche mit dem Präsidium, und ich weiß, dass ich auch am Montag noch Trainer sein werde." Womöglich war die kleine „Rangelei und nicht Schlägerei", wie Hitzfeld sagte, zwischen Niko Kovac und Bixente Lizarazu auch eine kleine Befreiung. Eine Lösung der Anspannung, die das gesamte Vereinspersonal in den letzten Wochen mit sich herumtrug.

Hitzfeld wirkte lockerer, auch wenn seine Ansicht, jener Zwischenfall habe gezeigt, „dass die Mannschaft sich nicht dem Schicksal hingibt", eine optimistische Deutung ist. Die Worte des Trainers sind deutlicher geworden. Vor dem Spiel am Mittwoch gegen Hannover forderte er, „dass einige Spieler um ihr Leben rennen müssen." Nun sprach er von den „Schlachten gegen Dortmund" und dass man deren Verwundbarkeit „gnadenlos" ausnutzen müsse. Der nette Herr Hitzfeld wird kantiger. Nicht schlecht konterte er das Gerücht, Sammer, der heutige Trainerkonkurrent, werde sein Nachfolger in München. „Ich habe ja selbst gesagt, dass er irgendwann mein Nachfolger werden kann."

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