Sport : Die Gegentorlosen

Auch Hansa Rostock kann den VfL Bochum beim 0:0 nicht bezwingen

Richard Leipold

Bochum. Vor dem Anpfiff hatte Peter Neururer gesagt, die Qualität des Spiels sei ihm diesmal nicht so wichtig. Die Fußballspieler des VfL nahmen es wörtlich. Beim torlosen Unentschieden gegen Hansa Rostock zeigten sie ihre schwächste Leistung in der Rückrunde dieser Bundesligasaison. Das Unentschieden reichte den Westfalen jedoch, um an Bayer Leverkusen vorbeizuziehen und auf den vierten Tabellenplatz vorzurücken. „Es gibt halt Tage, da läuft es nicht so“, sagte Neururer nach dem Spiel.

Die Rostocker hatten sogar gute Chancen, das Spiel zu gewinnen. In der ersten Hälfte scheiterte Mittelstürmer Martin Max mit einem Elfmeter am vorzüglichen Bochumer Torhüter Rein van Duijnhoven, der sich für die richtige Ecke entschied und seit acht Spielen im Ruhrstadion ohne Gegentreffer ist. Das hat noch kein anderes Bundesligateam geschafft. Glück hatte der Holländer, dass Max im Nachschuss nur die Latte traf. Schiedsrichter Weiner hatte auf Strafstoß erkannt, weil Kalla den Angreifer im Strafraum umgestoßen haben soll. Weiner war lange auffälligste Figur auf dem Rasen. Wie die meisten Bochumer hatte auch er einen schlechten Tag erwischt. Der Schiedsrichter brachte mit vielen Gelben Karten auf dubiose Art Farbe ins Spiel, störte durch kleinliche Entscheidungen aber häufig den Fluss.

Auch kurz nach der Pause war Rostock der Führung nahe, doch Verteidiger Sören Colding wehrte einen Ball vor der Linie ab. Erst nachdem Weiner den Rostocker Thomas Rasmussen mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen hatte, verschafften sich die Bochumer Vorteile – allerdings ohne zwingende Möglichkeiten herauszuarbeiten. „Unsere Chancen waren aus der Abteilung Brechstange“, sagte Neururer. Zu wenig, um den Widerstand der Rostocker zu brechen. „Wir können froh, sein dass wir wenigstens 0:0 gespielt haben“, sagte van Duijnhoven. So trüb der Tag und das Spiel auch gewesen sein mögen: Leer gingen auch die Bochumer nicht aus. Der Hauptsponsor, eine Fondsgesellschaft, hält den VfL weiter für ein gutes Investment und verlängerte den Vertrag um zwei Jahre.

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