Sport : Die nächste Runde ist nahe

In Dänemark spielen die Füchse heute dänisch

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Berlin – „Es hilft ja alles nichts, wir müssen zusätzliches Geld in die Hand nahmen“, sagt Bob Hanning vor dem dritten Champions-League-Auftritt der Füchse. Der Mittwoch-Sonntag-Mittwoch-Sonntag-Rhythmus im Wechsel zwischen Bundesliga und der Königsklasse im Handball zwingt ihn zu weiteren Investitionen. Beispiel: Bjerringbro-Silkeborg. Gestern ist das Berliner Team von Trainer Dagur Sigurdsson über Kopenhagen in die Nähe von Herning geflogen, wo es heute (15 Uhr, live bei Eurosport) auf die bisher sieglosen Dänen trifft. „Das war die unkomplizierteste Variante, aber zurück geht es dann mit dem Bus“, berichtet Hanning. Das ist dann die schnellste Variante. Aber eben nicht die billigste.

Am Mittwoch müssen die Füchse bereits wieder beim VfL Gummersbach bestehen. Beide Spiele sieht Hanning im Zusammenhang: „Wir müssen sie nicht gewinnen, aber wenn uns das gelingt, haben wir in der Champions League und in der Bundesliga große Möglichkeiten.“ In Europa wäre das Achtelfinale dann nahe.

Dass die Chancen in Dänemark gut stehen, bestätigt einer, der es wissen muss: Torsten Laen. „Sie spielen ein typisch dänisches Konzept: aus einer sicheren Abwehr den schnellen Gegenstoß anstrebend und mit Kollektivgeist“, sagt der Füchse-Kapitän. „Im Prinzip agieren sie wie wir, aber individuell sind wir besser.“ Wie es aussieht, wird er den Beweis dafür erbringen können, nachdem sich seine in Hildesheim erlittene Knieverletzung als nicht so schwerwiegend erwiesen hat.

Bei den Dänen, unter dessen Trainer Carsten Albrektsen der Füchse-Abwehrstratege und –Kreisläufer zehn Jahre lang in Gudme seine Karriere begann, ragen Nicolaj Nielsen im Rückraum sowie die Außen Dennis Kirkegaard und Fredrik Petersen heraus. In der Bundesliga ist Kapitän Kasper Nielsen aus seiner Zeit bei Flensburg-Handewitt bekannt. Sein Team spielt wie die Füchse erstmals in der Champions League. „Das Achtelfinale ist unser Ziel“, sagt Kasper Nielsen. Dafür aber stehen die Chancen der Berliner besser – vor dem Spiel. Hartmut Moheit

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