Sport : Die Verjüngung geht weiter

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Stefan Hermanns über Horst Heldt und das schöne Image des VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart hat etwas, worum ihn viele FußballBundesligisten beneiden: ein gutes Image. Das Seltsame ist, dass die Stuttgarter und ihr Trainer Felix Magath erst zu ihrem Glück gezwungen werden mussten. Sie haben nicht nur kein Geld, sondern auch eine Menge Schulden, und deshalb können sie sich keine teuren Spieler leisten, weswegen sich jetzt wiederum beim VfB schon seit einiger Zeit ein paar hoffnungsvolle Talente in der harten Bundesligapraxis beweisen dürfen. Der VfB gilt als jung und ungestüm, und damit verkörpert er gewissermaßen das neue deutsche Nachwuchsglück.

Das Schöne ist, dass die Stuttgarter ihren Weg konsequent weiter verfolgen, obwohl sie durch die Erfolge im Uefa-Cup wieder zu etwas Geld gekommen sind. Trainer Magath hat jetzt auch auf der wichtigen Position im Mittelfeld die notwendige Verjüngung eingeleitet. So wie es aussieht, hört Krassimir Balakow am Saisonende auf. Der Bulgare wird im März 37, und für ihn könnte demnächst Horst Heldt spielen. Heldt hat beim VfB gerade einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison erhalten und ist erst – 33.

So schnell also macht sich Magath kaputt, was er sich mit einiger Mühe aufgebaut hat. Er galt als Förderer der Jugend und ist doch nur ein Anhänger des ersten Rehhagelschen Axioms, wonach es keine jungen und alten Spieler gebe, sondern nur gute und schlechte. Ob Heldt, der zuletzt bei Sturm Graz spielte, noch gut ist, wird sich erst zeigen müssen. Jung jedenfalls ist er nicht mehr, und da hilft es auch nichts, dass er sich gern jugendlich gibt. Woran er glaube, ist Heldt einmal gefragt worden: „An die fünf lebenswichtigen Bausteine von Nutella.“

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