Doping : IOC verteidigt Kontrollsystem

Beobachter haben Lücken im Doping-Kontrollprogramm von Peking ausgemacht. Das IOC gibt Defizite zu, weist aber größere Probleme zurück.

Friedhard Teuffel

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sein Doping-Kontrollprogramm der Spiele von Peking verteidigt. Es habe keine Beeinträchtigungen im Ablauf gegeben, erklärte es auf Nachfrage. Eine unabhängige Beobachtergruppe hatte Lücken im Kontrollsystem bemängelt. Fast die Hälfte aller teilnehmenden Nationen habe dem IOC in Peking keine Auskünfte gegeben, wo sich ihre Athleten aufhielten. Ohne exakte Angaben ist jedoch eine überraschende Kontrolle nicht möglich.

Das IOC teilte nun dazu mit: "Das Informationsdefizit hatte keinen Einfluss auf unsere Arbeit." Die erforderlichen Auskünfte habe sich das IOC in Zusammenarbeit mit internationalen Fachverbänden und durch Nachforschungen besorgt. So sei das IOC in der Lage gewesen, die Athleten zu finden. Das Defizit erkannte das IOC dennoch an: "Das ist richtig und das IOC bedauert dies. Es ist Realität, dass kleinere nationale olympische Komitees nicht immer in der Lage sind, die geforderten Informationen zu liefern." Die betroffenen Komitees seien noch einmal an die Meldepflichten erinnert worden.

Auch die fehlenden Testergebnisse von 300 Dopingproben aus Peking seien nur auf ein Kommunikationsproblem zurückzuführen: "Die Ergebnisse dieser Tests sind dem IOC Ende August mitgeteilt worden. Sie sind alle negativ."

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