Doping : Kokain: Boonen erneut positiv getestet

Der ehemalige Rad-Weltmeister Tom Boonen ist zum zweiten Mal binnen zwölf Monaten positiv auf Kokain getestet worden. Der belgische Profi vom Quick-Step-Rennstall sei bei einer unangemeldeten Kontrolle Ende April aufgefallen, meldeten belgische Medien am Samstag.

Berlin/Brüssel - Boonen hatte erst am 12. April zum dritten Mal den Klassiker Paris - Roubaix gewonnen. Laut „radsport-news.de“ hat das Quick-Step-Team umgehend reagiert und Tom Boonen suspendiert. Über das weitere Vorgehen wolle das Radteam nach Absprache mit den Sponsoren entscheiden.

„Es gibt nichts zu leugnen. Das ist ein juristisches und vor allem menschliches Problem“, sagte Boonens Anwalt Luc Deleu gegenüber „radsport-news.de“. „Tom hat die Auflagen, die ihm im Vorjahr gemacht wurden, verletzt. Das könnte schwere Konsequenzen haben. Er weiß auch, was jetzt auf ihn zukommen könnte.“

Sportrechtliche Konsequenzen drohen dem Radprofi allerdings nicht, da er nicht in einem Wettkampf mit Kokain ertappt wurde. Wie es in den Berichten hieß, hat die Polizei am Freitag das Haus des Weltmeisters von 2005 durchsucht, der nach dem ersten positiven Befund im Vorjahr von der Tour de Suisse und der Tour de France ausgeschlossen worden war. Ein Gericht im belgischen Turnhout entschied vor drei Monaten, dies sei Strafe genug und verhängte keine weiteren Sanktionen. Allerdings erlegte das Gericht ihm auf, sich in Zukunft von Drogen fernzuhalten. Dagegen hat Boonen nun verstoßen, daher drohen ihm jetzt strafrechtliche Folgen. dpa

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