Sport : Dortmund übernimmt mit 2:0 in Nürnberg die Tabellenspitze

Nürnberg - Selbst die klirrende Kälte konnte die Freude der Dortmunder Fans nach dem Schlusspfiff nicht trüben. Etwa 10 000 Mitgereiste bejubelten am Freitagabend, den 2:0 (0:0)-Sieg ihrer Borussen beim 1. FC Nürnberg. Durch die Tore von Sebastian Kehl kurz nach der Pause und dem eingewechselten Lucas Barrios acht Minuten vor Schluss eroberte der Deutsche Meister zumindest bis zum Samstag die Tabellenspitze und ist jetzt 14 Spiele in Folge ungeschlagen.

Ob die Temperaturen warm oder eisig kalt wie an diesem Freitagabend in Nürnberg sind – für das Kombinationsspiel der Borussen ist das offenbar egal. „Kälte wurde bei uns nie thematisiert. Das ist völlig unproblematisch“, hatte Jürgen Klopp vor dem Spiel erklärt. „Außer Handschuhen“ hatte der Borussen-Trainer deshalb auch keine besonderen Maßnahmen gegen die Kälte bei seinen Spielern angeordnet. Den Borussen wurde auch sehr schnell warm – weil sie zunächst den mutigen Gastgebern hinterherlaufen mussten. Nach nur zehn Minuten standen 4:0 Ecken zu Buche, und bei den Standards von Adam Hlousek geriet der Favorit in höchste Not.

Zuerst rettete Lars Bender bei einem Schuss von Dominic Maroh auf der Linie, später klärte Shinji Kagawa bei einem Kopfball von Timothy Simons für seinen schon geschlagenen Keeper Roman Weidenfeller. Dann hatte Tomas Pekhart binnen 60 Sekunden zweimal die Riesenchance zur Führung, doch auch er brachte den Ball nicht im Tor unter.

Auf den wohl wegen der Kälte nicht voll besetzten Tribünen waren zusätzliche Tee-Stationen aufgebaut, an denen man sich für zwei Euro mit Heißgetränken eindecken konnte. Doch kaum einer verirrte sich während des hochklassigen Spiels dorthin – zu spannend war Spiel. Ab Minute 20 dominierte dann Dortmund mit dem überragenden Kagawa, der die Gäste per Hackentrick beinahe in Führung gebracht hätte.

Kurz nach der Pause wurden die Dortmunder, bei denen Sven Bender verletzt ausschied, zum ersten Mal für ihren starken Kombinationsfußball belohnt. Nach toller Vorarbeit von Lukasz Piszczek brauchte Kehl zu seinem zweiten Saisontreffer nur noch zu vollenden. Nürnberg gab sich vor 45 572 Fans auch danach nicht auf, doch Dortmund kontrollierte das Spiel. Den Schlusspunkt setzte schließlich der eingewechselte Barrios, der Dortmund in der Winterpause eigentlich schon verlassen wollte.dapd

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