Dritte Liga : Aufstieg nur auswärts: Unions Stadion erst im Juli fertig

Monatelang haben sich die Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten 1. FC Union gewunden und verschätzt, wenn sie sich zum Ende der Modernisierung des Stadions An der Alten Försterei äußern sollten. Seit Dienstagvormittag ist klar, dass in der traditionsreichen Spielstätte in dieser Saison keine einzige Partie stattfinden kann.

Matthias Koch

Berlin - „Der 1. FC Union bestreitet das Eröffnungsspiel des modernisierten Stadions An der Alten Försterei am 8. Juli gegen Hertha BSC“, hieß es in einer Pressemitteilung. Auf Grund der andauernden Dachkonstruktion habe sich der Verein entschlossen, den Einbau der Rasenheizung vorzuziehen und das Stadion erst im Sommer feierlich einzuweihen. Die mathematische Gewissheit über den Aufstieg in die Zweite Bundesliga wird damit nicht in der Alten Försterei erlangt werden.

In der Heimstätte des 1. FC Union haben seit dem 2. Juni 2008 1600 Freiwillige bei der Modernisierung des maroden Stadions mitgeholfen. Immer wieder wurden für die Rückkehr nach Köpenick neue Termine gesetzt. Zu ihnen gehörten der 25. Oktober, 29. November 2008 und der 5. Februar 2009. „Wir haben jetzt einen Zeitplan, nach dem das Stadion Ende März, Anfang April wiedereröffnet werden soll“ , sagte Präsident Dirk Zingler noch Ende Februar. „Zurzeit liegen mir keine Erkenntnisse vor, die diesen Zeitplan in Frage stellen.“

Für die erneute Verzögerung ist nicht nur die slowakische Dachbaufirma Omnec verantwortlich zu machen, die mit der fristgerechten Lieferung der Teile Probleme hat. Auch die von Union in Eigenregie durchgeführten Arbeiten dauerten länger. „Wir haben viel, viel mehr gemacht, als ursprünglich geplant war“, sagt Dirk Zingler und verweist auf neue Wege, Eingangsbereiche und Cateringstationen sowie die Sanierung der Kassenhäuschen. Schneller als Union habe dennoch keiner ein Stadion so grundlegend modernisiert, meint Zingler. Und das Ergebnis werde alle begeistern.

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