Dritte Liga : Union Berlin siegt in Düsseldorf

Sieg für die Hauptstadt: Der 1. FC Union Berlin hat seine Vormachtstellung in der dritten Fußball-Liga weiter ausgebaut. Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn schwächeln dagegen in der Schlussphase der Meisterschaft.

LeipzigDie seit nun 18 Begegnungen ungeschlagenen Hauptstädter setzten sich am Sonntag im Spitzenspiel in Düsseldorf vor der Rekordkulisse von 27.375 Zuschauern mit 1:0 durch und haben als Spitzenreiter komfortable 13 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Fortunen mussten dagegen in der Tabelle sogar die SpVgg Unterhaching an sich vorbeiziehen lassen und haben als Tabellenvierter drei Zähler Rückstand zum Zweiten Paderborn.

Auch der Tabellen-Zweite Paderborn kassierte mit der 1:2-Heimpleite gegen Dynamo Dresden einen herben Rückschlag. Den Patzer nutzte Unterhaching, um mit dem 1:0 gegen Kickers Offenbach den fünften Sieg hintereinander einzufahren und bis auf einen Punkt an einen direkten Aufstiegsrang heranzurücken.

In der Düsseldorfer LTU-Arena sorgte der eingewechselte Karim Benyamina (75.) mit seinem 15. Saisontor für die Entscheidung zugunsten des Tabellenführers aus Berlin. Die Partie stand unter der Leitung von FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding).

Schlappe für Kickers Emden

Unterhachings Trainer Ralph Hasenhüttl war mit der spielerischen Leistung seiner Elf nicht zufrieden. "Es war ein Arbeitssieg. Wir sind nur dafür belohnt worden, dass wir nie aufgegeben haben", befand Hasenhüttl. Beim SC Paderborn zeigte sich Abwehrspieler Markus Krösche nach der dritten Heimniederlage frustriert und sagte: "Wer zu Hause so katastrophal spielt, kann nicht gewinnen." Dresden verschaffte sich mit dem Erfolg hingegen Luft zu den Abstiegsrängen. "Meine Mannschaft ist jetzt mental richtig stark", lobte Dynamo- Trainer Ruud Kaiser.

Kickers Emden erlitt im ersten Spiel unter Interimstrainer Thomas Richter, der für den vorzeitig zu Zweitligist Rot-Weiß Ahlen gewechselten Stefan Emmerling einsprang, eine 0:3-Schlappe bei Erzgebirge Aue. Damit ist Emden bereits acht Spiele in Serie sieglos und kann den Kampf um den Aufstieg wohl abschreiben.

Im Tabellenkeller hat Wacker Burghausen eine Durststrecke nach 629 Minuten ohne eigenes Tor hinter sich gelassen und bei Rot-Weiß Erfurt mit 3:0 gewonnen. Alessandro Belleri erlöste Wacker, erzielte das erste und das dritte Tor. Ausgerechnet im ersten Spiel unter dem bisherigen Co-Trainer Ralf Santelli, der in der Woche für den entlassenen Günter Güttler übernahm, endete auch die Burghausener Negativserie von acht sieglosen Partien. "Wenn man Nadelstiche setzt, hat man auch mal Erfolg", sagte Santelli.

Daneben ging dagegen das Debüt von Rainer Kraft als Cheftrainer der Stuttgarter Kickers. Der Nachfolger des zurückgetretenen Edgar Schmidt musste mit seinem Team eine 0:1-Niederlage gegen den Wuppertaler SV quittieren. (sba/dpa)

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