Sport : EHC Eisbären siegt 5:3 in Krefeld

Hans-Gerd Schoofs

Krefeld - Kelly Fairchild war präsent wie lange nicht mehr. Der Stürmer des EHC Eisbären stand beim Spiel bei den Krefeld Pinguinen ständig auf dem Eis – ein Einsatz, der 3636 Zuschauern Respekt abverlangte, schließlich hatte sich Fairchild im Dezember einen Innenbandanriss im Knie zugezogen und seitdem nicht in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gespielt. Am Dienstagabend feierte Fairchild ein gelungenes Comeback und trug wesentlich zum 5:3 (1:2; 3:1; 1:0)- Sieg der Berliner bei, die damit Kontakt zur Tabellenspitze halten.

In der 36. Minute war es Fairchild vorbehalten, den verdienten Sieg entscheidend einzuleiten. Bei einer Überzahl-Sitation postierte er sich am langen Pfosten und hatte nach kluger Kombination seiner Mitspieler keine Mühe, den Puck zum 4:2 einzuschieben. Auch wenn die Krefelder die erste Zwei-Tore-Führung des Spiels noch einmal verkürzen konnten, so waren sie dem Einsatz der Eisbären am Ende nicht gewachsen.

Die Berliner waren nach der Olympiapause ohne die Nationalspieler Rob Leask, Stefan Ustorf, Sven Felski und Florian Busch angetreten, zeigten aber dennoch eine engagierte Leistung. Ab Mitte des Spiels konnten die bis dahin gleichwertigen Krefelder nicht mehr dem Forechecking der Gäste standhalten. Im ersten Drittel hatten die Gastgeber nach Toren von Jan und Seliwanow noch geführt, Walker hatte bei einer 5:3-Überzahl den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Doch schon in dieser Phase musste Krefelds Torhüter Robert Müller mehrere gute Chancen abwehren. Im Mitteldrittel zahlte sich dann der Druck der Eisbären besser aus. Bis zum Tor von Fairchild hatten bereits Hördler und Gawlik getroffen, Krefelds Guillet markierte nur noch den Anschlusstreffer zum 3:4.

Im letzten Drittel verteidigten die Berliner mit Souveränität ihren Vorsprung. Schließlich konnte Krefelds Torwart Müller einen Schuss von Quint nicht festhalten; Rankel schoss zum 5:3-Endstand ein. Vor dem Tor des Eisbären Pöpperle tat sich danach nicht mehr viel – dafür dahinter: Nach einem Faustkampf hinter dem Tor mussten Quint und Krefelds Guillet vorzeitig das Eis verlassen. Für Kelly Fairchild galt das nicht. Er blieb bis zur Schlusssirene – und riss dann jubelnd die Arme hoch.

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