EHF-Pokal : Auf den Punkt: Füchse schlagen Skjern 29:24

Eine Woche nach der Niederlage in Skjern revanchieren sich die Füchse Berlin und schlagen den dänischen Vertreter 29:24. Jetzt fehlen den Berlinern noch zwei Siege zur sicheren Teilnahme am Finalturnier.

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Ich dreh ab. Petar Nenadic zählte zu den besten Füchse-Spielern. Foto: Imago/König
Ich dreh ab. Petar Nenadic zählte zu den besten Füchse-Spielern. Foto: Imago/KönigFoto: imago/Bernd König

War ja irgendwie klar, dass es genau so kommen würde. „Eine Sache wollen wir heute nicht“, rief der Hallensprecher der Füchse Berlin beim Einlaufen beider Teams, „nämlich rechnen.“ Dabei war dieses Szenario sehr wahrscheinlich: Weil der Handball-Bundesligist im EHF-Pokal bei Skjern Handbold vor einer Woche mit vier Toren Differenz verloren hatte (28:32), brauchten die Berliner am Sonntagabend im Rückspiel ein entsprechend deutliches Resultat, um den direkten Vergleich mit den Dänen und damit auch die Zwischenrundengruppe zu gewinnen. Sprich: einen Sieg mit fünf Toren Vorsprung. So ganz ohne Rechnerei ging es also gar nicht.

Am Ende legten die Berliner eine Punktlandung hin und setzten sich dank einer starken Schlussphase mit 29:24 (14:14) gegen den Tabellenfünften der dänischen Liga durch. Damit benötigt die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdssson noch zwei Siege in den ausstehenden Begegnungen gegen Porto und Novi Sad, um sicher für das Finalturnier um den EHF-Pokal qualifiziert zu sein. Das Final Four findet am 16./17. Mai in Berlin statt.

„Es war ein großer Sieg für uns. Ich fand Skjern sogar noch stärker als im Hinspiel“, sagte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson, und das war natürlich in erster Linie als Lob für sein Team gedacht: Zumindest in der zweiten Halbzeit ließen die Berliner ihre schlechte Leistung aus der Vorwoche vergessen. 4915 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle dankten es mit anhaltendem Applaus, wohl wissend, welche Wertigkeit diese Begegnung besaß.

Zunächst hatten die Füchse so ihre Probleme mit den Skandinaviern, speziell mit Rückraumspieler Henrik Möllgaard und Torhüter Sören Pedersen, der schon im Hinspiel exzellent gehalten hatte und dies gestern wiederholte. „Zur Halbzeit hat es so ausgesehen, dass wir froh sein können, überhaupt zu gewinnen“, sagte Füchse-Torhüter Petr Stochl. In der ersten Halbzeit führten die Berliner zwei mal: beim 1:0 und beim 13:12.

Nach der Pause fand Coach Sigurdsson schließlich eine dynamische Rückraumformation, die das dänische Abwehrbollwerk vorbildlich auseinanderspielte: Paul Drux sowie die eingewechselten Petar Nenadic und Fabian Wiede trugen die Füchse in ihrer besten Phase, in der sie einen Zwei-Tore-Rückstand (17:19/42.) in eine Vier-Tore-Führung umwandelten (24:20/51.). Nenadic war es auch, der nach einer starken Parade von Petr Stochl kurz vor Schluss den letzten Treffer zum 29:24-Endstand erzielte.

„Für unser Betriebsklima ist das sehr gut“, sagte Torhüter Stochl. „Die Stimmung in der Hinrunde war ja nicht immer die beste, jetzt ist das anders“, ergänzte der Tscheche. Nach dem Einzug ins Finalturnier um den DHB-Pokal am Mittwoch haben die Spieler auch einen Großteil der zweiten Abmachung erfüllt und stehen vor dem Einzug ins Finalturnier daheim. „War eine ganz gute Woche für uns“, sagte Kapitän Iker Romero, „oder sieht das jemand anders?“

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