Sport : Ein Ackermann überrascht beim „Weißen Bären“

Max Pribilla

Berlin - Für viele Sportler wäre es schwer, ständig mit dem eigenen Bruder verglichen zu werden, besonders wenn der dieselbe Sportart betreibt, als riesiges Talent gilt und dazu noch jünger ist. Rouven Ackermann, der 25 Jahre alte Degenfechter vom Olympischen Fechtclub Bonn, hat damit keine Probleme. Vor allem weil er gestern, beim Turnier um den „Weißen Bären“ in Berlin, überraschend den dritten Platz belegte und damit Norman Ackermann, den bekannten Bruder, abhängte. Norman Ackermann, Olympiadritter von 2004 mit der Mannschaft und für den FC Tauberbischofsheim am Start, schied bereits im Viertelfinale aus. Den Sieg sicherte sich der Kasache Alexander Axenow.

Rouven Ackermann, ein Jahr älter als sein Bruder, scheiterte erst im Halbfinale 8:15 an diesem Alexander Axenow. Aber mit seiner Leistung überforderte Rouven Ackermann sogar den Hallensprecher. Der verkündete den rund 150 Zuschauern im Sportforum stolz, dass den dritten Platz der Fechter Ackermann belege – Norman Ackermann. Ihm fiel erst nach einer Pause auf, dass dessen Bruder aufs Podium durfte. Rouven Ackermann nahm es gelassen. „Das stört mich nicht“, sagte er lässig. Und dass er ausgerechnet gegen den späteren Turniersieger ausgeschieden war, das betrachtet er sogar als eine Art Ehre: „Bei ihm ging heute einfach alles.“ Norman Ackermann dagegen enttäuschte, schließlich war er einer der Favoriten.

Im Finale setzte sich Axenow dann gegen den Rumänen Adrian Pop mit 15:4 durch. Pop hatte gegen den starken Kasachen an diesem Tag keine Chance. Für Rouven Ackermann war das Finalergebnis eine kleine Genugtuung. Denn es zeigte ihm: Auch ein stärkerer Athlet als er hatte an diesem Tag keine Chancen gegen Axenow.

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