Sport : Ein bisschen Kommunismus

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Benedikt Voigt über die Rückbesinnung des Uli Hoeneß

Man hatte sich schon gewundert über den CSUAnhänger Uli Hoeneß. Vor Wochenfrist hatte der Manager des FC Bayern durch ein Benefizspiel beim finanzschwachen FC St. Pauli Sympathien in der alternativen Szene gewonnen. Hatte das T-Shirt „Weltpokalsiegerbesiegerretter“ über den Kopf gezogen, als gehöre er zur linken Solidargemeinschaft des Kiezklubs. Als Nächstes, dachte man, wandelt er seine Wurstfabrik in einen Volkseigenen Betrieb um. Oder zahlt Millionen in einen Rettungsfonds für arme Bundesligaklubs ein. Doch das wird nicht passieren.

„Wenn wir alles umverteilen, sind wir wieder beim Kommunismus“, sagt Uli Hoeneß. Der Manager wehrt sich gegen Pläne der Deutschen Fußball-Liga, eine Obergrenze für Spielergehälter festzulegen und eine Abgabe für jene Klubs einzuführen, die diesen Salary Cap überschreiten. „Ich habe keine Lust, mit unserem hart verdienten Geld andere Vereine über Wasser zu halten“, sagt der Manager des FC Bayerns. Das ist der alte Uli Hoeneß, so kennt man ihn. Der Auftritt in St.Pauli war offenbar nur ein kurzer Ausflug in die andere Welt. Uli Hoeneß würde sagen: Einmal Kommunismus und zurück.

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