Sport : Ein Elfmeter und viel Frust Union ist in Duisburg besser, spielt aber nur 1:1

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Unschuldig? Unions Markus Karl (re.) bestritt, den Duisburger Flamur Kastrati später elfmeterreif gefoult zu haben. Foto: dapd
Unschuldig? Unions Markus Karl (re.) bestritt, den Duisburger Flamur Kastrati später elfmeterreif gefoult zu haben. Foto: dapdFoto: dapd

Markus Karl war nach dem Abpfiff verärgert. Der defensive Mittelfeldspieler des 1. FC Union Berlin redete verzweifelt auf Schiedsrichter Harm Osmers ein. Karl erregte die Entstehung des Duisburger Tores zum 1:1 (0:1)-Endstand. Vor dem Ausgleichstreffer durch Emil Jula vom Elfmeterpunkt sieben Minuten vor dem Ende soll Karl bei einer Attacke gegen Flamur Kastrati den Strafstoß verursacht haben. „Das war nichts. Er hat sich schon vor dem Zweikampf fallen lassen“, sagt der frustierte Karl.

Auch sein Trainer Uwe Neuhaus kritisierte die Entscheidung des Schiedsrichterkollektivs. „Es war kein Elfmeter. Ich stand genau in der Flucht und konnte es beobachten“, sagte Neuhaus. Unions Trainer erwies sich jedoch bei der Beurteilung des in der 90. Minute wegen angeblicher Abseitsposition vom Schützen Emil Jula fälschlicherweise nicht gegeben Duisburger Treffers als fair. „Diese Situation war zu unseren Gunsten. Das war gleiche Höhe. Wir müssen fast noch froh sein, das Spiel nicht verloren zu haben.“

Auf der Anzeigetafel im Duisburger Stadion leuchtete schon das 2:1 auf, ehe die MSV-Fans unter den 11 347 Zuschauern ihren Torjubel abbrechen mussten. Ein Duisburger Sieg wäre allerdings nicht verdient gewesen. Die Berliner präsentierten sich trotz ihrer jüngsten Auswärtsschwäche lange als das bessere Team. Nach der 1:0-Führung durch John Jairo Mosquera nach fünf Spielminuten, der eine schöne Kombination über Patrick Zoundi und Torsten Mattuschka abschloss, sprach viel für den ersten Berliner Auswärtserfolg dieser Saison. Zoundi stand in der Startelf, weil Christopher Quiring wegen einer Gürtelrose-Erkrankung nicht mit nach Duisburg gereist war. „Wir haben auswärts endlich ein anderes Gesicht gezeigt. Leider konnten wir unsere vielen Chancen nicht nutzen“, sagte Unions Verteidiger Marc Pfertzel. Die größte Möglichkeit zum 2:0 ließ der eingewechselte Simon Terodde nach gut einer Stunde aus. Nach dem Duisburger Ausgleich traf Torsten Mattuschka mit einem Freistoß nur den Pfosten. „Wir hatten mehrere gute Kontermöglichkeiten“, sagte Uwe Neuhaus. „Wir haben es aber nicht verstanden, in diesen Situationen schon das 2:0 zu machen. Und die Wechsel haben nicht so gegriffen.“ Angreifer Silvio schied schon in der ersten Hälfte verletzt aus, weil er umknickte. John Jairo Mosquera musste im zweiten Durchgang wegen einer Oberschenkelverletzung vorzeitig raus.

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