Sport : Ein Gegner zum Warmwerden

Berlin Volleys starten in die Europapokal-Saison

Nico Müller

Berlin - Nach erfolgreichem Saisonstart steht für die Berlin Volleys heute die erste Herausforderung im Europapokal an. Der aktuelle Bundesliga-Zweite empfängt den zypriotischen Meister Anorthosis Famagusta zum Hinspiel der ersten Runde des CEV-Cups (19.30 Uhr, Sömmeringhalle). Die Gäste sind für die Berliner schwer einzuschätzen. „Vielleicht sind sie eine Top-Truppe – vielleicht auch nicht. Wir wissen es nicht“, sagte Außenangreifer Björn Höhne. In Zypern hat die Saison noch nicht begonnen, Rückschlüsse auf den Leistungsstand Famagustas sind schwierig. National holte der Klub 20 Meistertitel, zuletzt fünf Mal in Folge. „Prinzipiell haben wir vor einem Meister oder Pokalsieger, egal aus welchem Land, immer Respekt. So gehen wir auch in das Spiel“, sagte Höhne. Dennoch werden die Berliner nicht unvorbereitet sein, Trainer Mark Lebedew hat seinen Spielern eine kurze Videoanalyse geliefert.

Für Höhne könnte es der erste Auftritt in einem Europapokalspiel werden. „Man ist schon ein wenig nervös, aber nicht mehr als vor anderen Spielen. Als junger Spieler ist das erste Spiel in jedem Wettbewerb etwas Besonderes“, sagte der 20-Jährige. Der CEV-Cup wird mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Gewinnen beide Teams jeweils ein Spiel, wird direkt im Anschluss an das Rückspiel ein „Golden Set“, ein Entscheidungssatz bis 15 Punkte gespielt. Die Volleys müssten insgesamt fünf Runden erfolgreich überstehen, um die Finalserie zu erreichen. „Wir wollen mindestens in die Top Vier. Das Finale wäre ein ganz großes Ziel“, sagte Höhne.

Nach der dritten Runde treffen die verbleibenden Siegerteams auf Gegner, die aus dem höchsten europäischen Wettbewerb, der Champions League, ausgeschieden sind. Sollten die Volleys jedoch gegen Famagusta ausscheiden, steigen sie in der dritten Runde des Challenge Cups ein, dem dritthöchsten Europapokal. Als Vizemeister waren sie eigentlich für diesen Wettbewerb qualifiziert. Da aber der Pokalsieger Haching eine Wildcard für die Champions League erhalten hat, rückten die Berliner Volleyballer an ihrer Stelle in den CEV-Cup. Nico Müller

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