Sport : Ein Herz für New York - Matthäus hat die MetroStars wieder lieb

Genau zwei Stunden dauerte der Friedensgipfel im Kaminzimmer des vornehmen Hotels "Principe Felipe", dann hatten sich Lothar Matthäus und die New York/New Jersey MetroStars wieder lieb. "Alle Missverständnisse sind ausgeräumt. Ich habe mich immer auf New York gefreut", sagte Matthäus im Trainingslager von Bayern München in La Manga/Spanien nach der Unterredung mit MetroStars-Manager Nick Sakiewicz und Trainer Octavio Zambrano. Kein Wort mehr von etwaigen Beziehungs-Problemen oder gar davon, am 10. März erst gar nicht seinen Dienst in New York antreten zu wollen. Dies sei alles nur im ersten Zorn entstanden, ohnehin wäre er nie aus dem Vertrag ausgestiegen, wenn dazu die Hilfe eines Rechtsanwaltes nötig gewesen wäre.

Offenbar hatten Sakiewicz und Zambrano ihrem neuen Star noch einmal unmissverständlich klar gemacht, dass sie unter keinen Umständen auf ihn verzichten würden. Auch wenn Zambrano meinte, man hätte Matthäus nicht gezwungen, nach New York zu kommen. Dies sei aber ohnehin nicht nötig gewesen. Vielmehr habe er nach dem "sehr positiven und freundlichen Gespräch" gemerkt, "dass wir auf einer Wellenlänge sind und Lothar mit dem Herz bereit ist, in New York zu spielen".

Allerdings machte Zambrano dem 143-maligen Nationalspieler auch klar, dass er sich keinesfalls in seine Arbeit hineinreden lasse - auch von einem Matthäus nicht: "Lothar ist ein großer Spieler mit einer tollen Erfahrung. Er wird ein Führungsspieler sein, aber nur auf dem Feld." Matthäus, der nach dem Champions-League-Spiel der Bayern gegen Real Madrid am 8. März seine Zelte in München abbrechen wird, hat die Botschaft verstanden. "Ich glaube, dass ich mit beiden sehr gut klar kommen werde. Die neuen Leute machen einen sehr guten Eindruck."

Sein Debüt für die MetroStars wird er am 26. März gegen Miami Fusion geben. Drei Tage später muss Matthäus dann bereits wieder seinen Pflichten in der deutschen Nationalmannschaft nachkommen. Die DFB-Auswahl probt in Zagreb beim WM-Dritten Kroatien für die Europameisterschaft. Kein Problem, meint Matthäus: "Von Miami nach Deutschland gibt es gute Verbindungen."

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