Sport : Ein Punkt für Rapolder

Kölns Trainer freut sich über das 1:1 in Wolfsburg

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Zum Thema Lukas Podolski wollte Uwe Rapolder „keine Stellungnahme“ abgeben. „Alles, was ich in dieser Richtung sage, wird doch wieder zu einem Krieg zwischen uns aufgebauscht“, sagte der Trainer des 1. FC Köln, um dann doch etwa zwei Minuten über seinen Stürmerstar, seine mangelnde Fitness und die zu großen Erwartungen der Öffentlichkeit zu dozieren. Dass Rapolder überhaupt so viel über Podolski sprechen durfte, lag daran, dass dem eingewechselten 19 Jahre alten Denis Epstein zwei Minuten vor Schluss das 1:1 gelungen war. Eine Niederlage beim VfL Wolfsburg wäre für Köln die siebte in Folge gewesen, und Uwe Rapolder hätte wohl vor allem Fragen nach seiner eigenen Zukunft in Köln gestellt bekommen – denn auch der Trainer selbst fand es völlig verständlich, „dass man nach sechs Niederlagen über den Trainer spekulieren darf“.

Diese Diskussion ist wohl vorerst beendet. Die um Lukas Podolskis Formkrise wird dagegen weitergehen. Der Nationalstürmer versuchte auch gestern einiges, doch mehr als zwei Torschüsse gelangen ihm nicht. Stattdessen verletzte sich mit Matthias Scherz, der schon nach 18 Minuten vom Feld humpelte, auch der fünfte Kölner Angreifer. Podolski ist jetzt ziemlich allein im Sturm.

Da bei Wolfsburg zudem Andres d’Alessando verletzt fehlte, mangelte es der Begegnung an spielerischer Qualität. Der Kopfball zum 1:0 durch Diego Klimowicz nach einem Freistoß war dann auch Folge der Nachlässigkeit der Kölner Verteidigung bei Standardsituationen, die auch Rapolder inzwischen als „verheerend“ empfindet. Holger Fach blickte kaum zufriedener. „Die Szenen mit Kevin Hofland und Mike Hanke haben das Spiel entschieden“, sagte Wolfsburgs Trainer. Denn am Ende einer ereignisarmen zweiten Halbzeit traf zunächst Mike Hanke statt des leeren Tores nur die Latte, danach verabschiedete sich Abwehrchef Hofland nach Gelb-Rot. Dafür wechselte Fach Stefan Schnoor ein, der in der Szene vor dem 1:1 recht amateurhaft durch den Strafraum stolperte. Uwe Rapolder will sich nun an anderen großen Teams der Liga orientieren: „Wir wollen jetzt auch wie Bielefeld oder Mainz eine Siegesserie starten.“

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