Sport : „Ein Riesenhaufen Tore“

Luizao über seine Ziele in Berlin und Brasilien

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Luizao verstärkt Hertha BSC. Nach der WM und dem anschließenden Urlaub hat der Brasilianer allerdings noch Trainingsrückstand. Unser Mitarbeiter Martin É Hiller hat auf Spanisch ein erstes kleines Interview mit dem Portugiesisch-sprachigen Brasilianer geführt – nach dem Autogrammeschreiben auf dem Weg in die Kabine.

Sie sind nun zehn Tage in Berlin. Haben Sie sich schon eingelebt?

Ich fange erst an, mich einzugewöhnen. Aber ich merke schon, dass ich an eine angenehme Mannschaft geraten bin. Die Jungs helfen mir sehr dabei reinzukommen. Und das muss ich auch.

Was bedeutet das auf Ihr Spiel bezogen?

Nun, ich fühle mich zwar wohl, aber ich bin noch nicht so weit, wie ich gerne wäre. Das spüre ich.

Sie waren zuletzt auch nicht ganz zufrieden mit ihrem Training. Woran liegt das?

Ja, ich muss noch arbeiten, mein körperlicher Zustand ist einfach noch nicht ideal. Ich bin erst vor kurzem aus dem WM-Urlaub gekommen, da ist noch einiges aufzuholen.

Wie war denn die WM so? Sie haben zweimal gespielt . . .

Es war ein tolles Erlebnis. Scolari, unser Nationaltrainer, war zu uns allen wie ein Vater. Er ist nicht dieser harte Mensch, als der er immer dargestellt wird.

Glauben Sie, es ist ihrer weiteren Karriere in der Selecao förderlich, wenn Sie in Deutschland spielen, dem Land, in dem die nächste WM stattfindet?

Oh, das ist ein langer Weg, so oder so. Um einen festen Platz in der Nationalmannschaft zu erhalten, muss ich hier erst mal einen Riesenhaufen Tore schießen. Das ist sicher nicht einfacher als in Brasilien.

Was ist der Unterschied zwischen dem Fußball hier und dem, der in Brasilien gespielt wird?

Vor allem die Spielauffassung. Zu Hause spielen wir fast nur kurze Pässe. Hier fliegen die Bälle schon öfter hoch und weit nach vorne.

Eine Spielweise, mit der Ihr Landsmann Alex Alves lange Zeit nicht zurechtgekommen ist. Warum werden Sie besser klarkommen?

Ich denke, für mich ist das kein so großes Problem, da ich auf einer anderen Position spiele als Alex. Ich bin weiter vorne, auf einer Position, von der ich gleich abschließen kann. Ich muss den Ball nicht zwangsläufig noch einmal weiterspielen.

Dann werden wir Sie also zum Saisonstart am 9. August auf dem Platz sehen?

Ach, Sie wissen ja, wie das ist. Da müssen Sie einen anderen fragen. Ich würde gerne gleich von Anfang an spielen, nachdem ich meine körperliche Bestform erreicht habe, aber ich weiß noch gar nicht, was passieren wird. Der Trainer hat mir noch nicht gesagt, wie meine Chancen stehen.

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