Sport : Ein Spiel mit zwei Verlierern

Nürnberg und Schalke trennen sich 0:0.

Und dann die Hände zur Hüfte. Schalkes Santana ist bedient, der FCN auch. Foto: dpa Foto: dpa
Und dann die Hände zur Hüfte. Schalkes Santana ist bedient, der FCN auch. Foto: dpaFoto: dpa

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg hat die Hinrunde als erstes Team in der Geschichte der Fußball-Bundesliga ohne Sieg abgeschlossen. Die Franken sind nach einem 0:0 gegen Schalke 04 punktgleich mit Braunschweig Tabellenletzter, sorgten jedoch auch dafür, dass die Trainerdiskussion bei den Gelsenkirchenern anhält. Womöglich bereits am Sonntag will der Verein über den Verbleib von Coach Jens Keller entscheiden, der zum Hinrundenabschluss nicht auf der Bank saß. Der 43-Jährige musste am Samstagabend wegen einer hartnäckigen Magen-Darm-Grippe auf dem Hotelzimmer bleiben und wurde von Assistent Peter Herrmann vertreten.

„Wir hoffen, dass wir die Analyse machen können“, sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt im TV-Sender Sky angesichts des erkrankten Trainers. „Wir haben Ziele nicht erreicht, wir haben Ziele erreicht“, meinte Heldt. All das werde man nun besprechen. „Wir als Mannschaft wollen, dass der Trainer bleibt. Er arbeitet sehr gut mit uns“, sagte Schalke-Talent Max Meyer. Und Torhüter Ralf Fährmann stellte fest: „Der Trainer bereitet uns die Woche über auf die Gegner gut vor. Ich denke, so wird es auch in Zukunft sein.“

Die Partie in Nürnberg war als Schicksalsspiel für den schon lange in die Kritik geratenen Keller betrachtet worden. Doch ohne den angeschlagenen Kevin-Prince Boateng ließen es Kellers Spieler lange an Elan, Durchschlagskraft und Einsatzbereitschaft vermissen. Im Kampf um den ersehnten ersten Saisonsieg rackerte der FCN die Gäste regelrecht nieder, vergab aber zahlreiche Chancen und den Sieg. „Wir müssen auch mal ein Tor schießen“, meinte Trainer Gertjan Verbeek. „Uns fehlt auch das Glück. Aber wir machen Fortschritte.“ Je länger das Spiel dauerte, desto verzweifelter rannten die Gastgeber an. Die größte aller Chancen vergab der FCN eine knappe Viertelstunde vor Schluss, als Verteidiger Per Nilsson aus zehn Metern an die Latte köpfte. dpa

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