Sport : Ein Unzufriedener für den SCC

Der Deutsche Volleyball-Meister hat einen Zuspieler gefunden

Karsten Doneck

Berlin. Jaroslav Skach konnte sich mit seiner Rolle nicht abfinden. Da hat 27-Jährige knapp 50 Länderspiele für Tschechien gemacht, war bei der Weltmeisterschaft dabei, aber beim VfB Friedrichshafen schaute er zumeist nur zu. Ilja Wiederschein versperrte ihm die Position des Zuspielers. Skachs Unzufriedenheit machte sich der Deutsche Volleyball-Meister SC Charlottenburg zunutze. Der SCC, auf der Suche nach Ersatz für den nach Frankreich abgewanderten Frank Dehne, verpflichtete ihn ohne große Umstände. Nur ein paar Tage lagen zwischen Verhandlungsbeginn und Vertragsabschluss.

Skach akzeptierte sogar, dass ihm sein neuer Verein keine langfristige Perspektive bot. Er ließ sich mit einem Einjahresvertrag ködern. „Wir wollen erst einmal sehen, wie er sich entwickelt“, sagt Kaweh Niroomand, der SCC-Manager. Skach – ein Zuspieler auf Bewährung? Sicher ist, dass der Tscheche auch in Berlin kein automatisches Dauerspielrecht bekommt. Die Charlottenburger legen größten Wert darauf, ihren Nachwuchs-Zuspieler Manuel Rieke weiter zu fördern und dem 20-Jährigen entsprechend großzügige Einsatzzeiten einzuräumen.

Ursprünglich hatte der SCC auch den Unterhachinger Mikko Esko als Zuspieler auf der Kandidatenliste. Aber der Finne brauchte Bedenkzeit. Ihn drücken private Probleme: Seine Lebensgfährtin, selbst Volleyballerin beim SSV Ulm, wollte aus Süddeutschland nicht weg. Niroomand aber drängte auf eine schnelle Entscheidung. „Ich wollte, dass die Mannschaft so weit jetzt steht.“

Komplett ist der Deutsche Meister indes noch nicht. Ein Mittelblocker wird jetzt noch gesucht, „aber ohne jegliche Hektik“, so Niroomand.

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