Sport : Eine Hoffnung mehr

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André Görke erklärt, warum Hertha den richtigen Mann geholt hat

Hertha BSC ist Tabellenletzter. Der Abstieg in die Zweite Liga droht, das Erfolgsmodell Hertha BSC, das Manager Dieter Hoeneß entworfen hat, könnte plötzlich doch noch scheitern. In dieser Situation noch klare Entscheidungen zu fällen, ist nicht leicht – aber Entscheidungen sind notwendig. Die Entscheidung, Hans Meyer als Trainer auf Zeit zu verpflichten, war richtig. Jetzt ist es wieder richtig, dass Hertha BSC den Stürmer Giuseppe Reina nach Berlin geholt hat. Es ist kein Panikkauf, wenn auch ein Kauf in höchster Not. Er garantiert nicht den Klassenerhalt, er macht nicht die Fehler der Vergangenheit wieder gut, er lässt nicht plötzlich ein harmonisches Mannschaftsgefüge entstehen, das in dieser Saison so sehr gefehlt hat. Aber richtig ist der Kauf trotzdem.

Reina passt in das Konzept von Hans Meyer, er füllt im besten Fall gleich zwei Lücken aus. Im Sturm und auf der rechten Außenbahn. Reina kann dribbeln, sich durchsetzen, eine Abwehr aufreißen und dann den besser postierten Mann anspielen – zum Beispiel Fredi Bobic. Reina ist zudem von der Mentalität her ein Spieler, der die Mannschaft gerade auf dem Platz aus ihrer Lethargie heraushelfen kann. Er ist kein Pausenclown, aber er kann gute Laune verbreiten und mitreißen.

Hertha BSC hat nicht mehr viel Zeit, um das Richtige zu tun. Reina, das ist nur eine Hoffnung, kann dabei sehr hilfreich sein. Trainer Hans Meyer aber hat auch schon oft genug angedeutet, dass die Zeit vielleicht nicht mehr ausreicht, um erfolgreich zu sein. Mit Reina oder ohne.

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