Sport : Eine Schanze zum Abreißen

Die Anlage in Garmisch ist nicht mehr zeitgemäß

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Weil 1949 am Fuße der Zugspitze die Vierschanzetournee ins Leben gerufen wurde, bezeichnet sich GarmischPartenkirchen gerne als Motor der Tournee. Inzwischen aber ist der Ort zum Bremsklotz geworden. „Der Anlaufturm stammt noch aus dem Zweiten Weltkrieg“, sagt der deutsche Trainer Wolfgang Steiert, „oder kurz danach.“

Tatsächlich hat sich an der Anlage, die 1936 für die Olympischen Spiele fertiggestellt wurde, im Laufe der Jahre nicht viel verändert. 1950 entstand der stählerne Anlaufturm, im Jahr 2000 kam ein Lift als Aufstiegshilfe für die Springer hinzu. Das war’s schon. Innsbruck hingegen eröffnete 2002 eine neue Schanze, Oberstdorf präsentierte am vergangenen Montag erstmals eine für 16,6 Millionen Euro veränderte Anlage, und in Bischofshofen wurde die Paul-Außerleitner-Schanze für 3,5 Millionen Euro umgestaltet.

„Wenn sie mir 20 Millionen Euro geben, dann modernisiere ich ihnen die Schanze“, sagt Toni Guggenmoos. Der Organisations-Chef kann die Kritik an seiner Schanze nicht verstehen. „Wir haben ein Zertifikat der Fis, dass die Schanze bis 2007 genehmigt ist.“ ben

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