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Eisbären Berlin - Hamburg Freezers : Eisbären siegen 3:2 in letzter Sekunde

Es war ein Sieg in letzter Sekunde: Die Eisbären sind nach dem 3:2 gegen die Hamburg Freezers nur noch einen Sieg vom Halbfinale um die deutsche Eishockeymeisterschaft entfernt.

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Die Eisbären siegen.
Die Eisbären siegen.Foto: dpa

Die Fans der Eisbären wollten wieder und die Mannschaft wollte auch: Die Eisbären sind nach dem 3:2 (1:0, 1:0, 1:2) gegen die Hamburg Freezers nur noch einen Sieg vom Halbfinale um die deutsche Eishockeymeisterschaft entfernt. 13.700 Zuschauer sahen am Donnerstag in der Arena am Ostbahnhof den Erfolg der Berliner im fünften Viertelfinalspiel der „Best-of-seven-Serie“ gegen Hamburg, in der die Eisbären nun 3:2 führen. Es war ein Sieg in letzter Sekunde – Jens Baxmann schoss das 3:2 für die Eisbären, als gerade die Schlusssirene erklang.

Es war ein strittiges Siegstor, doch alle Proteste der Hamburger nützten nichts. Die Schiedsrichter gaben den Treffer – obwohl es so schien, als sei der Treffer von Baxmann nach der Schlusssirene gefallen.

Nach dem am Mittwoch beigelegten Streit um die Ticketpreise für die kommende Saison war die Stimmung in der Arena wieder lauter als in den ersten beiden Heimspielen gegen die Freezers , als der harte Kern der Eisbären-Anhänger noch protestiert hatte.  Statt bis zu 60 Prozent werden die Preise für Dauerkarten kommende Saison nur bis zu 15 Prozent erhöht. Am Donnerstag hatten die Zuschauer ihr Geld für ein insgesamt gutes Play-off-Spiel ausgegeben, in dem die Hamburger lange Zeit die bessere Mannschaft waren. Die Freezers zeigten das strukturiertere Spiel, die Eisbären reagierten im Wesentlichen.

Nach einem schlimmen Abwehrfehler der Hamburger hatte Vincent Schlenker die Berliner schon nach drei Minuten in Führung gebracht. Trotzdem kamen die Eisbären nicht so recht ins Spiel, auch nicht bei Powerplay-Situationen. In Unterzahl machten die Freezers diesmal in Unterzahl anders als in allen anderen Spielen zuvor einen sicheren Eindruck.

Doch das Glück war auf Seiten der Eisbären. Nach einem Konter erzielte Travis Mulock kurz vor Ende des zweiten Drittels das 2:0.  Die Entscheidung war das Tor des Kanadiers allerdings noch nicht, Matt Pettinger brachte die Hamburger mit seinem Anschlusstor anfangs des letzten Abschnitts wieder heran. Die Freezers machten weiter Druck und mit einem schönen Schuss in den rechten Winkel erzielte Daniel Nielsen in der 57. Spielminute das 2:2.

Doch dann kam das Unfassbare: Mit der Schlusssirene erzielte Jens Baxmann das umstrittene Tor zum 3:2-Erfolg der Berliner, die nun am Sonnabend beim Spiel in Hamburg mit einem Sieg das Halbfinale erreichen können. Der Berliner Verteidiger sagte nach dem Spiel: "Wir haben es uns unnötig wieder schwer gemacht." Ob sein Tor vor oder nach der Spielschluss gefallen sei, habe er nicht sehen können. Er habe schließlich mit dem Rücken zum Videowürfel gestanden. Hamburgs Trainer Benoit Laporte wollte sich mit dem unglücklichen Gegentor in letzter Sekunde nicht lange aufhalten. Der Kanadier machte dafür einen Nebenschauplatz auf und bezichtigte einigen Berlinern den Hang zu "Schwalben". André Rankel zum Beispiel. Kritik, die Berlins Trainer Don Jackson für "völlig unangebracht" hielt.

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