Sport : Eisbären gewinnen Sportlerwahl Auch Hanning, Abraham und Steffen in Berlin geehrt

Katrin Schulze
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Abraham

Berlin - Gestern Abend wurden Berlins Sportler des Jahres geehrt: Hier stellen wir die Gewinner in den Kategorien beste Mannschaft, beste weibliche und männliche Sportler sowie bester Trainer/Manager vor.

Deutscher Meister und Pokalsieger: Erstmals konnten die Eisbären Berlin in der vergangenen Saison das Double perfekt machen. Die Mannschaft profitierte dabei von ihrer gelungenen Mischung aus erfahrenen Profis und jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs. Nach einer verpatzten Spielzeit 2006/2007, in der die Berliner nicht einmal die Endrunde der Meisterschaft erreicht hatten, präsentierten sie sich unter ihrem neuen Trainer Don Jackson wieder geschlossen und feierten nach dem Play-off-Finalsieg gegen die Kölner Haie ihren dritten nationalen Titel der letzten vier Jahre.

Einen doppelten Triumph konnte auch Berlins Sportlerin des Jahres 2008 einfahren. Mit ihren zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Peking bewahrte Britta Steffen die deutschen Schwimmer, denen die Konkurrenz ansonsten weitgehend vorauseilte, vor einer Blamage. Vor allem aber bewies sich die Berlinerin selbst, dass die mental und physisch in der Lage ist, mit der Weltspitze mitzuhalten – unvergessen sind ihre emotionalen Reaktionen nach den Siegen über 50 Meter und 100 Meter Freistil. Am Beckenrand brach Britta Steffen in Tränen aus und rang um Worte.

Wie Steffen konnte Boxer Artur Abraham seinen Titel bei der Sportlerwahl verteidigen. Der IBF-Weltmeister im Mittelgewicht kämpfte im Juni dieses Jahres beim lange erwarteten Rückkampf gegen Edison Miranda, den er durch Technischen K.o. besiegte. Nachdem Abraham die Pflichtverteidigung gegen Raul Marquez im Oktober wegen eines Infekts abgesagt hatte, gewann der 28 Jahre alte Berliner mit armenischer Abstammung gegen den US-Amerikaner am 8. November überlegen. Vom Image des Comicboxers, das Abraham lange Zeit anhaftete, hat sich der Boxer längst emanzipiert. Seine Wahl beruht auf einer souveränen Leistung im Ring.

Auch in der Kategorie bester Manager des Jahres setzte sich der Vorjahressieger durch. Bob Hanning, der Manager des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin, schaffte es, aus einem Team, das 2005 vor dem Lizenzentzug in der Zweiten Bundesliga stand, ein solides Bundesligateam zu formen. Frei nach seinem Motto „Ich lebe für den Verein“ unterstrich Hanning mit der Verpflichtung von Trainer Dagur Sigurdsson, der die Füchse ab der kommenden Saison coachen wird, die Ambitionen nach oben. Katrin Schulze

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