Sport : Eisbären testen weiter – trotz Niederlage

Steffen Hudemann

Berlin - Nach dem Spiel in Ingolstadt warf Pierre Pagé zwei Fragen auf, die der Trainer des EHC Eisbären gleich selbst beantwortete. 2:5 hatten die Berliner am Freitag, am fünften Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga, verloren. „Haben wir schlecht gespielt? Nein“, sagte Pagé. „Haben wir intelligent gespielt? Nein.“ Weder schlecht noch intelligent – mehr Erkenntnisse darüber, welche Richtung diese Saison für den Deutschen Meister nehmen wird, gibt es derzeit noch nicht.

Der Play-off-Modus erlaubt es den Berlinern, mit einer unfertigen Mannschaft in die Liga zu gehen. Der Meister ist stark genug, um Platz acht und damit die Play-offs zu erreichen. Die aktuelle Phase der Saison ist deshalb die Fortsetzung der Vorbereitung unter verschärften Bedingungen. Die Stars der letzten Spielzeit sind in ihre Klubs in die nordamerikanische Profiliga NHL zurückgekehrt. Namhafte Zugänge hat es bei den Eisbären noch nicht gegeben. Bis die kommen, sollen sich die jungen Spieler beweisen. Niederlagen wie die gegen Ingolstadt sind eingeplant. „Die Mannschaft lernt noch. Sie ist erst dabei zusammenzuwachsen“, sagt Manager Peter John Lee.

Am Freitag scheiterten die Eisbären vor allem vor dem Tor des Gegners. „Die Möglichkeiten, Tore zu schießen, waren da“, sagt Lee. Er hofft, dass auch Niederlagen die Eisbären voranbringen. „Wie die Mannschaft mit einem solchen Spiel umgeht, ist Teil ihrer Entwicklung.“

Heute (18.30 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen) treffen die Berliner auf die Adler Mannheim, den Finalgegner der vergangenen Saison. Mannheim hat vier der ersten fünf Spiele gewonnen – nur gegen Tabellenführer Hannover gab es eine Niederlage. Es ist der bisher schwerste Test für die neuen Eisbären, deren Gesicht sich noch gewaltig verändern soll. Wann die Berliner die angekündigten Verstärkungen aus Nordamerika präsentieren werden, darauf will sich Peter John Lee nicht festlegen lassen: „Es bringt nichts, einen Durchschnittsspieler zu verpflichten“, sagt er. „Im Moment spielen wir mit dem, was wir haben.“

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