Sport : Eisbären verlieren nach 5:2 noch 5:7

Katrin Schulze

Berlin - Nach dieser Saison hat der Wellblechpalast im Sportforum ausgedient. Von der betagten Heimspielstätte der Eisbären feiern sogar die Fans der Berliner Gegner Abschied. Gestern waren es 600 Anhänger aus Krefeld, die ihr Team beim voraussichtlich letzten Auftritt in Hohenschönhausen unterstützten. Für ihre lange Anfahrt bekamen sie auch einiges geboten: In einer spannenden Begegnung der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zwischen den Eisbären und Krefeld verloren die Berliner schließlich 5:7 (2:2, 3:3, 0:2). Für den Tabellenführer war dies nach dem 4:5 gegen Hannover bereits die zweite Niederlage in Folge.

Die Krefeld Pinguine hingegen gewannen zuletzt vier Spiele in Serie. Derart motiviert zeigten sie vor 5000 Zuschauern ein offensives Eishockey mit vielen Toren. Als Erster durfte sich dabei Jan Alinc in die lange Torschützenliste eintragen, Eisbären-Kapitän Steve Walker konnte jedoch nur 28 Sekunden später ausgleichen. Nach der erneuten Krefelder Führung durch Brian Maloney brauchte Mark Beaufait gar nur 19 Sekunden, bis er den Puck zum 2:2 im Tor des Krefelders Danijel Kovacic untergebracht hatte. Kovacic vertrat den an einem Magen-Darm-Virus erkrankten Stammgoalie Reto Pavoni und offenbarte im Mittelabschnitt, warum er sonst nur Ersatz ist. Drei deutliche Schwächen von ihm nutzten Nathan Robinson, Tyson Mulock und erneut Beaufait zur 5:2-Führung für die Berliner.

Doch dieser Vorsprung war für die von ihrem Anhang lauthals unterstützten und stark aufspielenden Pinguine kein Grund aufzugeben. Henrik Holscher, Richard Pavlikovsky und Roland Verwey trafen noch im zweiten Drittel: Plötzlich stand es 5:5. Daraufhin tauschte Don Jackson Torwart Rob Zepp für Youri Ziffzer aus. Zu dieser Maßgabe greift der Eisbären-Trainer immer dann, wenn er „die Mannschaft wachrütteln will“. Das gelang ihm dieses Mal aber offensichtlich nicht, denn Ryan Ramsay schoss im letzten Drittel gegen eine schwache Eisbären-Abwehr das 6:5 für die Pinguine. Eine Sekunde vor dem Ende erhöhte Alinc sogar noch auf 7:5. Und so freuten sich die Krefelder über eine gelungene Abschiedsvorstellung vom Wellblechpalast. Katrin Schulze

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