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European Trophy : Die Eisbären auf Europa-Tour

13.12.2012 12:50 Uhrvon
Meister im Zusammenreißen. 2010 gewannen die Eisbären in Salzburg die European Trophy. Nach zwei Niederlagen zum Vorrundenauftakt marschierten die ungeschlagenen Berliner durch bis ins Finale, wo sie 5:3 gegen HV Jönköping aus Schweden gewannen.Bild vergrößern
Meister im Zusammenreißen. 2010 gewannen die Eisbären in Salzburg die European Trophy. Nach zwei Niederlagen zum Vorrundenauftakt marschierten die ungeschlagenen Berliner durch bis... - Foto: picture-alliance / Digitalfoto M

Die Eisbären treten am Donnerstagabend im Viertelfinale der European Trophy bei den Vienna Capitals an – der Europapokal im Eishockey gewinnt immer mehr an Profil.

Ausflüge in Europa waren bei den Eisbären früher schon mal eine hastige Angelegenheit. Rein in den Flieger nach Schweden, Spiel in Karlstad, Heimflug. Alles in acht Stunden. Das war in den Spätneunzigern, als es die Berliner in der damaligen European Hockey-League (EHL) auf einen achtbaren dritten Platz schafften. Europäischer Wettbewerb im Klubeishockey, das war schön und gut, aber oft nicht so wichtig wie ein Ligaspiel gegen Iserlohn. Zumindest ein wenig hat sich da die Wertigkeit verschoben, wenn die Eisbären am Mittwoch im Viertelfinale der European Trophy in Wien gegen die Vienna Capitals antreten. Die Berliner nehmen den Wettbewerb ernst.

Vor der Saison hat Trainer Don Jackson von drei Hürden gesprochen, die er mit seinem Team bewältigen möchte: Die Hauptrunde und die Play-offs in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und die European Trophy. Das zum dritten Mal ausgetragene einzige Europapokal-Turnier im Eishockey entschieden die Berliner 2010 schon einmal für sich. Seitdem hat der Wettbewerb an Profil gewonnen. Und das war nicht einfach, denn die Geschichte der europäischen Wettbewerbe im Eishockey ist durch Diskontinuität geprägt. Der alte Europapokal scheiterte, Formate wie die EHL und der Continental Cup ebenso. Im Fußball, Handball oder Basketball haben europäische Wettbewerbe einen gewachsenen Stellenwert. Im Eishockey sollte vor vier Jahren endlich etwas wachsen, unterfüttert mit Millionen aus Russland: Die Champions Hockey League (CHL). Zehn Millionen Euro an Siegprämien pro Saison gab es – eine Summe, die es außerhalb des Fußballs in Europaligen nicht zu verdienen gibt. Doch der Urknall CHL war ein Knallbonbon. Die russische Investorengruppe stieg aus, nach einer Saison stürzte die CHL zusammen. Der Weltverband IIHF, der das Projekt unterstützt hatte, spielte dabei eine unrühmliche Rolle, hatte er doch den Klubs zuvor versprochen, dass die Austragung der CHL auf drei Jahre gesichert sei.

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