Eishockey : Eisbären auf Rekordjagd

Die Eisbären haben in Hamburg ihr zehntes Auswärtsspiel in Folge gewonnen. Nun jagen die Berliner den Rekord der Mannheimer, die vor vier Jahren zwölf Mal hintereinander auf fremdem Eis erfolgreich waren.

Berlin - Die Berliner siegten 3:2 bei den Hamburg Freezers. Derrick Walser (30./39.) brachte die Hauptstädter mit einem Doppelpack in Führung. Jeff Ulmer (46.) und Ex-Eisbär Alexander Barta (53.) glichen aus, doch dann schockte Patrick Jarrett (55.) 12 803 Fans in der ausverkauften Color-Line-Arena. Es war nach neun Erfolgen Hamburgs erste Heimniederlage seit dem 25. November.

Der ERC Ingolstadt konnte unterdessen seine Tabellenführung in der Deutschen Eishockey-Liga verteidigen. Der Pokalsieger gewann am Dienstag 2:1 gegen Abstiegskandidat Iserlohn Roosters und führt weiter mit einem Punkt vor den Eisbären. Einen weiteren Zähler dahinter folgen die Kölner Haie nach dem 3:1 bei Adler Mannheim. Vierter bleiben die DEG Metro Stars, die das Duell beim direkten Verfolger Nürnberg Ice Tigers 4:3 gewannen.

Einen Arbeitssieg verbuchte Spitzenreiter Ingolstadt, Jason Holland (8.) und Craig Ferguson (38.) trafen gegen Iserlohn, das am Sonntag noch die Kölner Haie entzaubert hatte und nur noch zum Abschluss durch Vitalij Aab (55.) kam. Die Kölner gingen im Duell der ehemaligen Bundestrainer Greg Poss und Hans Zach durch Alex Hicks (22.) in Führung und zeigten sich defensiv gegenüber dem 3:7 in Iserlohn wesentlich verbessert. DEL-Toptorjäger Ivan Ciernik (54.) und David McLlwain (60.) sicherten den Erfolg in der hektischen Schlussphase. Anthony Aquino (55.) hatte noch auf 1:2 verkürzt.

Nürnberg führte durch Richard Brennan (20.), Christian Retzer (28.) und Francois Methot (38.) schon 3:1 und schien auf dem Weg zum fünften Sieg. Doch Tommy Jakobsen (45.) sowie Patrick Reimer (56.) und Tore Vikingstad (57.) schafften für die DEG die Wende. Düsseldorf gewann damit alle vier Vorrundenspiele gegen Nürnberg.

Während Mannheim im Rennen um die Playoff-Plätze an Boden verlor, festigten die Frankfurt Lions Platz sieben durch das 7:1 über den EV Duisburg. Der abstiegsgefährdete Neuling verlor nach Christian Rohde auch seinen zweiten Torwart Patrick Ehelechner durch Verletzung. Im Vergleich der Playoff-Konkurrenten Krefeld Pinguine und Hannover Scorpions schoss Alexander Seliwanow 40 Sekunden vor Ende Krefelds 4:3-Erfolg heraus, nachdem er einen Querpass abgefangen hatte.

Die Kassel Huskies gewannen das Duell der Kellerkinder 4:0 gegen die Augsburger Panther und gaben nach zuletzt fünf Niederlagen die Rote Laterne wieder an Augsburg ab. Es war zugleich der erste Erfolg unter dem neuen Trainer Stéphane Richer. Kassel trennen noch zwei Punkte vom rettenden Ufer, Platz zwölf belegt derzeit Duisburg. (tso/dpa)

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