Eishockey : Eisbären stoppen Duisburger Niederlagenserie

Die Berliner unterliegen sensationell zu Hause 2:4 gegen den Tabellenletzten. 13 000 Zuschauer wundern sich.

Claus Vetter

Das Wunderbarste am Dienstagabend in der O2-World waren die Zuschauer. 13 000 waren zu der wenig aufregenden Ansetzung Tabellenzweiter gegen Tabellenletzten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gekommen und klatschten sich das Spiel schön. Dabei übertrieben die Fans, denn die Partie der Eisbären gegen die Füchse Duisburg war wenig wunderbar – aber endete zumindest mit einem mittelschweren Wunder: Die Berliner leisteten sich eine 2:4 (0:1, 0:0, 2:3)-Niederlage.

Nach zwöf Niederlagen in Folge gelang Duisburg wieder ein Sieg

Duisburgs Niederlagenserie endete ausgerechnet in Berlin, nach zwölf Pleiten in Folge. Anscheinend hatte Trainer Don Jackson seinem Personal angeordnet, es prinzipiell mit Einzelaktionen zu versuchen. Mit Beharrlichkeit ignorierten die Berliner Profis vor dem Tor des Gegners den besser postierten Mitspieler. Die Eisbären weigerten sich, ihre technische und läuferische Überlegenheit auszuspielen. Und so kam, was kaum kommen konnte: Einen ihrer seltenen Ausflüge ins Berliner Drittel belohnten sich die Füchse mit dem 1:0 durch Justin Cox.

Im letzten Drittel wurde es abenteuerlich

Die Führung hielt bis zur zweiten Pausensirene. Erst im Schlussabschnitt wachten die Berliner kurzzeitig auf, ermuntert von einem lauten „Hallo Eisbären, schlaft ihr noch?“ der Fans. Die Berliner Eishockeyprofis antworteten mit dem Tor zum 1:1 – nach 45 Minuten gelang es Tyson Mulock. Dann aber wurde es wieder abenteuerlich, nach Foul von Deron Quint an Alexander Seliwanow gab es Penalty für Duisburg. Seliwanow verwandelte zum 2:1.

Am Ende verloren auch die Zuschauer ihre gute Laune

Nach einem Konter erhöhte Jean-Luc Grand-Pierre sogar auf 3:1 für die Füchse. Sven Felski gelang zwar noch ein Treffer für die Eisbären, doch kurz vor Schluss kullerte der Puck zum vierten Mal ins nun verwaiste Berliner Tor. Cameron Mann hatte getroffen, nachdem Torwart Rob Zepp zugunsten eines sechsten Spielers vom Eis gegangen war. Es folgten Pfiffe und eisiges Schweigen – auch die geduldigen Zuschauer hatten am Ende ihre gute Laune verloren.

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