Eishockey : Keine Play-off-Werbung bei den Eisbären

Berlins Eisbären gewinnen 2:1 gegen den EHC München – nach mäßiger Leistung. Sowohl die Eisbären als auch der Aufsteiger aus München – die beide im Viertelfinale wieder aufeinandertreffen könnten – ließen den letzten Willen vermissen.

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Berlin - Das große Rechnen hat begonnen. Wer schafft es noch? Und wer trifft auf wen, wenn es nach 60 ewigen Spieltagen endlich ums Ganze geht? Das sind die Fragen, um die sich das Geschehen im deutschen Eishockey zwei Begegnungen vor dem Ende der regulären Saison dreht. Im Falle der Eisbären steht immerhin schon fest, dass sie es ins Play-off-Viertelfinale geschafft haben, nur den Gegner gilt es noch ermitteln. Als ein potenzieller Kandidat stellte sich am Freitagabend der EHC München in der Berliner Arena vor. Im vorletzten Akt der Hauptrunde gewannen die Berliner zwar 2:1 (0:0, 1:1, 1:0), für eine ordentliche Play-off-Werbung allerdings taugte das dargebotene Spiel kaum. Vielmehr zeigten beide Mannschaften kaum Endrunden würdiges Eishockey. Den Gastgebern gelang es dabei im ersten Drittel nicht mal mit zwei Mann mehr auf dem Eis, den Puck im Tor unterzubringen.
Nur eine ernstzunehmende Chance erarbeiteten sie sich in der 87 Sekunden andauernden doppelten Überzahlsituation. Das Glück der Eisbären bestand lediglich darin, dass es der Gegner gar noch schlechter machte. Selten schaffte es München überhaupt vor das Berliner Tor, zumindest zum Anfang. Zum Höhepunkt der, nun ja, verbesserungsfähigen Vorstellung schaufelte sich Eisbären-Goalie Rob Zepp den Puck in der 31. Minute dann sogar selbst ins Tor, gutgeschrieben wurde die Führung der Gäste trotzdem EHC-Stürmer Mario Jann.
Es war ein bezeichnender wie kurioser Treffer, aber er fungierte gleichzeitig als eine Art Weckruf – für die 14 200 Fans in der ausverkauften Halle und für die Mannschaft der Eisbären. In der Tat brauchten sie danach nicht mal fünf Minuten, um in Person von Alexander Weiß auszugleichen. Warum sich die Berliner dennoch nicht überaus viele Chancen gegen schwache Gäste aus Bayern erarbeiteten, begründete Verteidiger Dominik Bielke mit dem „sehr intensiven Spiel, in dem sich die Münchner zurückziehen“.
In Wirklichkeit nahm die Intensität der Partie jedoch von Drittel zu Drittel ab, und nur Derrick Walser bewahrte sein Team 162 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit vor einer Verlängerung des Geschehens.
Sollten sich beide Teams in der Endrunde aber tatsächlich noch einmal begegnen, werden sie sich steigern müssen, um die Chance auf den Gewinn der deutschen Meisterschaft zu wahren.

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