Eishockey : Rückschlag für die Eisbären

Die Eisbären haben die Siegesserie der Adler aus Mannheim in der Deutschen Eishockey-Liga nicht stoppen können. Der Spitzenreiter feierte mit einem 2:1 beim Meister seinen achten Erfolg nacheinander.

Berlin - Die Eisbären konnten in dieser Saison keines der vier Vorrundenduelle gegen Mannheim für sich entscheiden. Die Adler liegen weiter acht Punkte vor dem ERC Ingolstadt, der das Verfolgerduell gegen die Kölner Haie 5:2 gewann und Platz zwei festigte. Köln hat nun fünf Zähler Rückstand auf die Bayern. Bereits am Donnerstag hatte der viertplatzierte Vizemeister DEG Metro Stars 3:4 bei den Krefeld Pinguinen verloren. Die Düsseldorfer verlangen jedoch eine Neuansetzung und werfen Schiedsrichter Harald Deubert einen Regelverstoß vor. Die DEL will bis Montag darüber entscheiden.

Mannheim hinterließ in Berlin den homogeneren und besser besetzten Eindruck. Colin Forbes (8.) sorgte im ausverkauften Wellblechpalast für die Führung des DEL-Rekordmeisters. In eine Berliner Drangphase hinein, bei der Deron Quint mit einem Lattenschuss den Ausgleich verpasste, traf Pascal Trepanier (33.) in Überzahl zum 0:2. Denis Pederson (59.) machte es am Ende nur noch kurzzeitig spannend. Bei den Eisbären war zwar der genesene Routinier Stefan Ustorf wieder dabei, dafür fehlt Nationalspieler Christoph Gawlik möglicherweise für den Rest der Saison. Gawlik kugelte sich beim WM-Abstieg mit der deutschen U 20-Auswahl die Schulter aus.

Wieder Pleite für Schlusslicht Duisburg

Unter den Augen seines schwer erkrankten Trainers Ron Kennedy setzte sich Ingolstadts Team am Ende dank Rob Valicevic (52./60.) und eines Penaltys von Florian Keller (59.) gegen Köln durch. Kennedy war vor Weihnachten eine Geschwulst aus dem Kopf entfernt worden. Der Kanadier, der von seinem Assistenten Jamie Bartman vertreten wird, erlebte ein gutes und anständiges Spiel, nachdem es beim jüngsten 10:0-Kantersieg der Kölner über Ingolstadt eine schwere Schlägerei gegeben hatte. Die ersten beiden ERC-Führungen durch Björn Barta (9.) und Doug Ast (26.) glich jeweils Daniel Rudslätt (18./35.) aus.

Unangefochten auf Platz fünf bleiben die Nürnberg Ice Tigers durch das 4:1 bei Schlusslicht Füchse Duisburg. Die Hannover Scorpions holten sich den wegen des direkten Viertelfinal-Einzuges wichtigen sechsten Platz zurück von den Eisbären. Zum 4:1 bei den Augsburger Panthern steuerte Eric Schneider drei Treffer bei. Näher an Rang sechs rückten auch die Hamburg Freezers dank des 4:1 über die Frankfurt Lions. Bei den Hessen bestritt der Kanadier Dwayne Norris als erster Ausländer sein 600. DEL-Spiel. Für die Iserlohn Roosters rückt Platz zehn und damit der letzte Playoff-Qualifikationsplatz in weite Ferne. Die Sauerländer verloren 0:3 bei den Straubing Tigers. (tso/dpa)

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