Eishockey : Schweden erreicht Finale

Schwedens Eishockey-Auswahl ist ins Endspiel der Olympischen Winterspiele von Sotschi eingezogen und greift nach der dritten Goldmedaille ihrer Geschichte.

Die „Tre Kronor“ gewannen am Freitag das Halbfinale gegen Finnland mit 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) und spielen nun am Sonntag gegen die USA oder Kanada um den Olympiasieg. In einem umkämpften Match drehte der Weltmeister einen Rückstand und konnte dank der Tore von Loui Eriksson (32. Minute) und Erik Karlsson (37.) jubeln. Bei ihren bisherigen zwei Finalteilnahmen 1994 und 2006 ließen sich die Skandinavier die Goldmedaille jeweils nicht nehmen.

Die Finnen verpassten dagegen trotz der Führung durch Olli Jokinen (27.) die Revanche für die Endspiel-Niederlage in Turin 2006, können im Spiel um Rang drei am Samstag aber immerhin die achte Medaille bei zehn Olympischen Winterspielen gewinnen.

Für zusätzliche Brisanz vor dem Prestigeduell hatte Schwedens Trainer Pär Mårts gesorgt, der den Finnen gegen Russland nicht den Halbfinaleinzug zutraute. Seine Prognose sorgte beim nordeuropäischen Nachbarn für Missmut, vor allem in den Medien. „Ich wurde nach meiner Einschätzung gefragt und habe ehrlich geantwortet. Wenn euch das nicht passt, dann fragt mich einfach nicht“, blaffte der Coach.

Dass es die Finnen gegen den enttäuschenden Gastgeber dann doch in die Runde der besten Vier schafften, hatte auch am starken Torhüter Tuukka Rask gelegen. Doch der Schlussmann der Boston Bruins musste ausgerechnet im Halbfinale wegen einer Grippe passen, für ihn spielte NHL-Kollege Kari Lehtonen von den Dallas Stars.

In den Fokus geriet dann zunächst Lehtonens Gegenüber Henrik Lundqvist, der bei einem harmlosen Schuss von Jokinen patzte. Bis dahin hatten sich die Teams in einem aggressiven Match neutralisiert, große Chancen bekamen die 9476 Fans nicht zu sehen. Vor dem Gegentor konnten die Schweden eine rund eineinhalb Minuten lange 5:3-Überzahl nicht nutzen. Besser machten es die „Tre Kronor“ beim Ausgleich, als Eriksson am Pfosten freigespielt wurde und problemlos einnetzte.

Turnier-Topverteidiger Karlsson erhöhte noch im selben Abschnitt per Schlagschuss von der blauen Linie, bei dem diesmal Lehtonen nicht gut aussah und den Puck über die Stockhand durchflutschen ließ. Nur Sekunden später hätte Niklas Kronwall auf 3:1 erhöhen können, doch er lenkte den Puck nur an die Querlatte. Im Finish fiel den Finnen dann nicht mehr viel ein, die Schweden retteten den Erfolg über die Zeit. (dpa)

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