Sport : Elegant, aber schlagbar

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Das Finale kann kommen! Nicht das am 19. Mai in München zwischen dem FC Bayern und dem FC Chelsea um die Champions League. Sondern das Finale am 1. Juli in Kiew um die Europameisterschaft. Deutschland ist gerüstet. Die Botschaft, die von den beiden hochklassigen und intensiven Halbfinals der Champions League ausgeht, lautet: Die Spanier sind – auch wenn sie irgendwie den eleganteren Fußball boten – schlagbar!

Vor allem das Spiel in Madrid war ein Vorgeschmack auf den Saisonhöhepunkt im Sommer in Polen und der Ukraine. Beim FC Bayern standen in Neuer, Lahm, Badstuber, Boateng, Müller, Kroos, Schweinsteiger und Gomez gleich acht deutsche Nationalspieler in der Startelf, bei den Madrilenen immerhin vier. Und oben im Rang des Bernabeu sahen Joachim Löw und sein Co-Trainer Hansi Flick zu.

Durch das Champions-League-Finale wird natürlich die EM-Vorbereitung der deutschen Mannschaft etwas durcheinandergewirbelt, aber was ist das schon im Vergleich zu der gewonnenen Erkenntnis, dass und wie der spanische Fußball verletzbar ist. Das sollte nicht nur den Bayern, sondern auch der deutschen Elf Selbstvertrauen schenken. Die Spanier müssen aufpassen, die Deutschen haben den Rückstand im Vergleich zu den beiden verdienten Niederlage im EM-Finale 2008 (0:1) und dem WM-Halbfinale 2010 (0:1) verkürzt. Inzwischen sind beide Nationen auf Augenhöhe. Müssen bloß beide ins Finale kommen. Das ist schwer genug, aber es gab schon mal schlechtere Aussichten.

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