Sport : EM-Splitter: Nach Abpfiff

Zehn Monate Gefängnis

Angesichts des grassierenden Wettfiebers in Thailand während der Fußball-EM hat die Justiz einen härteren Kurs gegen die illegalen Buchmacher eingeschlagen. Ein Gericht in Bangkok verurteilte einen 47-Jährigen zu zehn Monaten Gefängnis und verhängte damit erstmals eine Haftstrafe gegen einen Makler des illegalen Glückspiels. Bislang hatten überführte Buchmacher bislang lediglich Geldstrafen zahlen müssen. Der Verurteilte war von der Polizei bei der verbotenen Annahme einer Wette aufgegriffen worden, die Beamten fanden umgerechnet 6500 Mark und eine Kundenliste in seinen Unterlagen. Im Verlauf der EM erwarten thailändische Finanzexperten auf dem illegalen Wettmarkt einen Umsatz von umgerechnet 1,06 Milliarden Mark. Bei der WM-Endrunde 1998 in Frankreich hatte die thailändische Bevölkerung sogar 2,04 Milliarden Mark "verzockt".

Journalisten als Anstifter

Die belgische Polizei hat im bisherigen Verlauf der Europameisterschaft zwei Fälle registriert, bei denen Journalisten Fußballanhänger zu Ausschreitungen anstiften wollten. Ein niederländisches Fernsehteam habe zu Wochenbeginn am Brüsseler Heysel-Stadion versucht, Feuerwerksraketen an belgische Fans zu verteilen, teilte die belgische Gendarmerie in Brüssel mit. Bereits Ende vergangener Woche habe ein Fotograf in Charleroi britischen Fans Getränke spendiert, um sie zu Gewalttätigkeiten zu animieren. Die Fans lehnten aber das Ansinnen ab. Die Gendarmerie leitete in beiden Fällen Ermittlungen ein.

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