Sport : Emotionslos ins Achtelfinale

Schalke müht sich zum 2:0 nach Verlängerung

Jörg Strohschein

Gelsenkirchen - Pokalspiele, die unter Flutlicht stattfinden, besitzen oft die Eigenart, dass beide Mannschaften auffällig emotional und verbissen zu Werke gehen. Die gestrige Partie zwischen Schalke 04 und Hannover 96 aber fiel aus diesem Rahmen, weil sie so auffällig emotionslos geführt worden. Schalke erreichte schließlich mit einem wenig glanzvollen 2:0 (0:0) nach Verlängerung über Hannover 96 das Achtelfinale des DFB-Pokals. Robert Enke, der Torhüter der Niedersachsen, hatte mit seinem Eigentor in der ersten Hälfte der Verlängerung die Niederlage für die Gäste eingeleitet, Kevin Kuranyi erhöhte in letzter Minute zum Endstand.

„Wir sind froh, dass wir nach der langen Durststrecke von vier Spielen ohne Sieg im DFB-Pokal weiter sind“, sagte Trainer Mirko Slomka, „die erste Halbzeit war katastrophal, die will ich ganz schnell vergessen.“ Die Mannschaft von Mirko Slomka bestimmte zwar die Partie, doch war sie spätestens am Strafraum der Hannoveraner ratlos. Vor allem das Mittelfeld wirkte bieder und ideenlos. Nur einmal in der ersten Halbzeit hatte Hannovers Abwehr Mühe, als 96-Verteidiger Frank Fahrenhorst den Ball mit einem Querschläger an die eigene Torlatte beförderte. Selber betrieben die Gäste aus Hannover zunächst sehr wenig Aufwand, weshalb die Partie lange Zeit leblos so vor sich hinplätscherte. Ein wenig besser wurde es erst, als Hannovers Spieler bemerkten, dass sie an diesem Abend das Schalker Stadion nicht als Verlierer hätten verlassen müssen. Sie erhöhten in der zweiten Hälfte ihren Aufwand deutlich, echte Torchancen aber blieben aus. „Wenn du Schalke im Pokal schlagen willst, musst du ein Tor erzwingen“, sagte Hannovers Trainer Dieter Hecking.

Letztlich sorgten die Hannoveraner selbst dafür, dass die Westfalen die nächste Runde erreichten sollten. Schalkes Außenverteidiger Rafinha setzte sich zu Beginn der ersten Hälfte der Verlängerung auf der rechten Seite durch, seine missglückte Flanke landete am Torpfosten, von wo aus der Ball erst am Arm von Robert Enke und im Anschluss im Tor der 96er landete (97.). „Ich bin froh, dass wir endlich mal ein glückliches Tor erzielt haben“, sagte Slomka. Hannovers Spieler versuchten noch einmal alles, aber Schalkes Stürmer Kevin Kuranyi nutzte in der letzten Minute des Spiels einen Angriff zum 2:0. Jörg Strohschein

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