Sport : Endlich gibt es wieder mehr zu tun

Alba startet heute mit Vorfreude in den Eurocup

von
Lob der Mehrarbeit. Albas Coach Gordon Herbert sind zwei Spiele pro Woche lieber als eines. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Lob der Mehrarbeit. Albas Coach Gordon Herbert sind zwei Spiele pro Woche lieber als eines. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Berlin - Gordon Herbert hat an diesem Montagmorgen auffallend gute Laune. Und das, obwohl in den kommenden Wochen sehr viel Arbeit auf Albas Trainer zukommt. Heute starten die Berliner Basketballer beim belgischen Pokalsieger Dexia Mons in die Gruppenphase des Eurocups, am Sonntag kommt Meister Bamberg in die Arena am Ostbahnhof. „Wann spielen wir nochmal gegen Bamberg?“, fragt Herbert und grinst.

Für den Kanadier und sein Team begann mit dem gestrigen Flug nach Brüssel und der Weiterfahrt nach Mons eine neue Phase der Saison mit einem schnelleren Rhythmus, ab sofort stehen viele Reisen und zwei Spiele pro Woche in Europapokal und Bundesliga an. „Ich mag es eigentlich gar nicht, nur einmal in der Woche zu spielen“, sagt Gordon Herbert. „Wenn man häufiger antritt, fällt es einem leichter, seinen Spielfluss zu finden.“ In dieser Hinsicht hat sich Alba zuletzt verbessert, wovon vier Bundesliga-Siege in Serie zeugen. Auch die Spieler freuen sich darauf, dass die Schlagzahl sich in den kommenden Wochen erhöht. „Spieler wollen immer spielen“, sagt Derrick Allen. „Wenn man mal individuell eine schlechte Leistung abliefert, kann man das schnell vergessen und gleich weitermachen. Die nächsten Wochen werden ein sehr wichtiger Teil der Saison.“

Der 31-Jährige glaubt, dass er und seine Mitspieler mittlerweile gefestigt genug sind, um auch im Eurocup zu bestehen. „Wir haben jetzt die Grundlagen drauf. Nach dem Hagen-Spiel waren wir noch nicht so weit“, sagt Allen. Mitte Oktober hatten die Berliner in Hagen völlig unnötig nach klarer Führung noch in der Verlängerung verloren, es folgten Wochen des intensiven Trainings. „Es hat uns gut getan, dass wir in dieser Phase nur ein Spiel pro Woche hatten“, sagt Gordon Herbert. Alba wird eine gefestigte Mannschaft brauchen, um im Eurocup gegen Mons, den Montenegrinischen Meister Buducnost Podgorica und Turow Zgorzelec aus Polen zu bestehen. Die Berliner müssen nach Hin- und Rückspielen mindestens Zweiter in der Gruppe H werden, um in die Zwischenrunde einzuziehen. „Es gibt keine schwachen Teams in unserer Gruppe, auch wenn man noch schlecht einschätzen kein, wie stark unsere Gegner wirklich sind“, sagt Gordon Herbert. „Von außen könnte man aber meinen, dass wir der Favorit sind.“ Um weiterzukommen, müsse man aber mindestens ein – am besten zwei – Auswärtsspiele gewinnen und dürfe sich zuhause keine Ausrutscher erlauben. Zum ersten Heimspiel erwartet Alba am kommenden Dienstag Podgorica.

Dazwischen liegt allerdings das Spiel gegen die Bamberger, mit denen die Berliner nicht erst seit der haushohen Niederlage im Winter und der hauchdünn verlorenen Finalserie im Frühling der vergangenen Saison eine besondere Beziehung verbindet. „Viele von uns haben das nicht vergessen“, sagt Derrick Allen. Erst einmal müssen die Berliner es aber schaffen, möglichst schnell in den neuen Rhythmus zu kommen.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar