Sport : Eng und eckig

Am zweiten Tag der Rallye Dakar verliert Jutta Kleinschmidt viel Zeit

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Narbonne (dpa). Jutta Kleinschmidt (Köln) ist am Freitag auf der ersten echten Prüfung der 26. Rallye Dakar etwas ins Hintertreffen geraten. Im VW Touareg beendeten sie und ihre italienische Beifahrerin Fabrizia Pons die 25 km lange Prüfung in der Nähe der südfranzösischen Stadt Narbonne auf einem enttäuschenden 30. Platz. Die Allgäuerin Andrea Mayer (Hiemenhofen) kam bei ihrem ersten Einsatz als offizielle MitsubishiWerksfahrerin zusammen mit dem Dakar-Routinier Andreas Schulz (München) im Pajero auf den 15. Platz.

Mit dem Sieg in der schwierigen Prüfung der 2. Etappe übernahm der Spanier Josep-Maria Servia im Schlesser-Buggy die erste Führung. Er verwies den Franzosen Stéphane Peterhansel im favorisierten Mitsubishi Pajero um drei Sekunden auf den zweiten Platz. Den dritten Rang mit einem Rückstand von 26 Sekunden sicherte sich der Belgier Grégoire de Mévius im vom deutschen X-Raid-Team eingesetzten BMW X5 vor seinem französischen Stallgefährten Luc Alphand und den beiden Mitsubishi Pajero mit dem Italiener Massimo Biasion und dem japanischen Vorjahressieger Hiroshi Masuoka.

„Die heutige Prüfung war sehr eng und eckig. Wir mussten mehrmals zurücksetzen und verloren dabei einige Zeit“, begründete Kleinschmidt, die mehr als vier Minuten auf Servia verlor, ihre Platzierung. „Wir machen uns aber deswegen kein Kopfweh. Die echte Dakar beginnt erst am Montag in Marokko mit den richtig langen Prüfungen, die uns besser liegen.“

„Wir sind kein Risiko eingegangen und haben unser Tempo den schwierigen Bedingungen angepasst, was richtig war. Wir sind zufrieden“, sagte Andrea Mayer, die am Freitag ihren 36. Geburtstag feierte und einen Rückstand von 2:13 Minuten auf Servia hat.

Für die erste Überraschung sorgte bei den Motorrädern der Franzose David Fretigne. Er setzte sich auf seiner Yamaha gegen die KTM-Übermacht durch und hielt seinen Landsmann Cyril Despres (KTM) um 15 Sekunden auf Distanz. Der französische Vorjahressieger Richard Sainct erreichte hinter seinem spanischen KTM-Kollegen Nani Roma den vierten Rang.

Die 26. Rallye Dakar wird heute mit der dritten Etappe und einer nur 9 km langen Prüfung in der Nähe der spanischen Stadt Castellon fortgesetzt; dann folgt der Schiffstransfer nach Marokko.

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