Sport : „Er will zu uns“

Der FC Bayern erwartet van Nistelrooys Wechsel

Daniel Pontzen

München - Das Gerangel um den niederländischen Stürmerstar hatte sich lange hingezogen, doch am Ende zahlte sich die Hartnäckigkeit der Münchner Verhandlungsführer aus. Bei 18,75 Millionen Euro gab es den Zuschlag, Roy Makaay war damit teuerster Neueinkauf der Münchner Vereinsgeschichte.

In diesen Tagen zeichnen sich einige Parallelen zu jenem Transferpoker des Sommers 2003 ab. Erneut ist Bayern München an einem holländischen Stürmer interessiert, von dem sie sich eine erhebliche Qualitätssteigerung des Angriffsspiels erwarten. Erneut hat der Spieler schon frühzeitig seine Bereitschaft bekundet, nach München zu wechseln. Und erneut ist die Ablösesumme der zentrale Streitpunkt.

„Er will zu uns kommen“, wird Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dieser Tage zwar nicht müde zu betonen, wenn es um Wunschspieler Ruud van Nistelrooy geht, der bei Manchester United noch einen Vertrag bis 2008 besitzt. Und Rodger Linse, der Berater des 53-maligen niederländischen Nationalspielers, bestätigte, dass sein Klient den englischen Topklub in jedem Fall verlassen wolle und einen Wechsel nach München derzeit favorisiere. Doch Manchester rückt offenbar noch nicht wesentlich von seiner Ablöseforderung in Höhe von 18 Millionen Euro ab. Eine Offerte über 15 Millionen Euro von Real Madrid, das laut spanischen Medien bereits Einigung über einen mit fünf Millionen Jahresgehalt dotierten Zweijahresvertrag mit dem Niederländer erzielt hatte, lehnten die Nordengländer ab. Das Angebot der Bayern liegt wohl rund zwei Millionen darunter – und es ist nicht davon auszugehen, dass sie es nach den kostspieligen Verpflichtungen von Lukas Podolski und Daniel van Buyten noch deutlich erhöhen werden.

Daran, dass Manchester United van Nistelrooy abgeben will, besteht indes kein Zweifel. Der in den Vorjahren national wie international enttäuschende Verein strebt eine Verjüngung seines Teams an. Offenbar spielt in diesen Planungen neben Spaniens Stürmer Fernando Torres auch Owen Hargreaves eine zentrale Rolle. Die Wertschätzung für den Münchner Mittelfeldspieler hat in England seit der WM erheblich zugenommen. Bislang hat der FC Bayern den bis 2009 gebundenen Hargreaves für unverkäuflich erklärt. Ein Tauschgeschäft käme wohl allenfalls dann in Frage, wenn ManU einen höheren einstelligen Millionen-Betrag zuschießen würde.

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