Sport : „Es ist egal, wie der Ball reingeht“ Kevin Kuranyi über

das Ende seiner Torlosigkeit

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KEVIN KURANYI (22)

stürmt in der Bundesliga für den VfB Stuttgart und schoss gegen Belgien

sein zweites Tor im

neunten Länderspiel.

Foto: ddp

Herr Kuranyi, Sie sind zuletzt stark kritisiert worden, weil Sie das Tor nicht mehr getroffen haben. Jetzt ist Ihnen bei der Nationalmannschaft endlich wieder ein Treffer gelungen.

Ja, das war ein sehr wichtiges Tor für mich. Eine richtige Befreiung. Ich bin froh, dass der Ball irgendwie reingegangen ist.

Der Ball ist von Ihrem Oberschenkel ins Netz geflogen. Absicht war das nicht, oder?

Ich kann das gar nicht genau sagen. Ich bin dem Ball entgegengelaufen, und dann ist er irgendwie ins Tor geflogen. Aber, egal, wie der Ball reingeht – Tor ist Tor.

Wie haben Sie die Zeit der Erfolglosigkeit erlebt?

Es hat Phasen gegeben, in denen ich an mir selbst gezweifelt habe. Aber in Stuttgart und in der Nationalmannschaft haben die Spieler immer versucht, mich aufzumuntern. Und dass die anderen sich für mich gefreut haben, hat man ja gesehen.

Hat Rudi Völler als früherer Weltklassestürmer Ihnen helfen können?

Rudi Völler hat sich in den letzten Tagen viel um mich gekümmert. Er hat erzählt, dass er in seiner Karriere auch solche Phasen erlebt hat und dass man nicht aufstecken darf. Das hat wirklich was gebracht. Jetzt hoffe ich, dass ich auch in der Bundesliga wieder treffe.

Aufgezeichnet von Stefan Hermanns.

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