Sport : Es ist einzig Gold, das fehlt

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Keiner produziert im alpinen Skizirkus so viele Schlagzeilen wie der Amerikaner Bode Miller . Mal erzählt er, auch schon mal unter Alkoholeinfluss gefahren zu sein, dann fordert er eine Freigabe von Doping und bezeichnet die Welt-AntiDoping-Agentur als „Pinkel-Polizei“. Eine Schlagzeile fehlt ihm allerdings noch: Miller gewinnt olympisches Gold.

In den vergangenen Jahren waren seine Leistungen überragend. Er gewann 2003 und 2005 jeweils zwei Weltmeistertitel, dazu im Jahr 2005 den Gesamtweltcup. Der 27-Jährige gehört zu den wenigen Skirennläufern, die in allen fünf Disziplinen schon Weltcuprennen gewonnen haben.

In dieser Saison läuft es für ihn jedoch nicht so gut wie im Jahr zuvor. Bislang hat er erst ein Weltcuprennen für sich entschieden, im Riesenslalom in Beaver Creek. An Aufmerksamkeit hat er dennoch nichts eingebüßt. Miller gilt als exzentrisch, sein Lebenslauf ist ungewöhnlich. Er wuchs mit seinen alternativ lebenden Eltern in einer Hütte in New Hampshire ohne Strom und fließendes Wasser auf. Erst kürzlich warf er den Medien vor, ein falsches Bild von ihm zu zeichnen: „Es ist echt übertrieben worden, wie oft ich im Lauf der Jahre mit den Trainern aneinander geraten sein soll. Ich kann ein verdammter Dickkopf sein, aber ich arbeite gut in unseren Systemen.“ Wie gut, das will er in Turin zeigen. Eine Goldmedaille wäre das richtige Abzeichen für seine kuriose Skikarriere. teu

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