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Europa League : Benfica verliert wie Bayern

17.05.2013 00:00 Uhrvon
Wiederholungstäter. Nach dem Triumph in der Champions League im Vorjahr gewann der FC Chelsea nun ähnlich glücklich den Titel in der Europa League. Foto: dpaBild vergrößern
Wiederholungstäter. Nach dem Triumph in der Champions League im Vorjahr gewann der FC Chelsea nun ähnlich glücklich den Titel in der Europa League. - Foto: dpa

Der FC Chelsea gewinnt wie im Vorjahr den Europacup – diesmal war Benfica die bessere Mannschaft, verlor aber das siebte Europa-Finale in Folge.

Oscar Cardozo lag ausgestreckt auf dem Rasen und weinte bitterlich. Den paraguayischen Stürmer von Benfica Lissabon hatte wie seine Mannschaftskameraden die ganze Härte des Fußballs zum zweiten Mal binnen fünf Tagen getroffen. Erst am vergangenen Sonnabend hatte der portugiesische Rekordmeister das wohl entscheidende Spiel um den nationalen Titel gegen den FC Porto durch einen Treffer in der Nachspielzeit verloren. Am Mittwochabend hieß es aufs Neue 1:2.

Sechs Endspiel-Niederlagen im Europapokal hintereinander folgte für Benfica am Mittwochabend in der Amsterdam-Arena die siebte: weil Innenverteidiger Branislav Ivanovic in der dritten Minute der Nachspielzeit nach einer Ecke per Kopf für den FC Chelsea traf. Benfica aber wartet weiter auf den Tag des Triumphs, den der Klub zuletzt 1962, ebenfalls in Amsterdam, bei seinem zweiten Sieg im Europapokal der Landesmeister gefeiert hat.

„Wir haben der ganzen Welt gezeigt, dass wir ein verdienter Sieger gewesen wären“, sagte Trainer Jorge Jesus. „Meine Spieler haben sich am Ende gefühlt, als seien sie erschossen worden.“

Es war ein martialischer Vergleich, der die trostlose Seelenlage der unendlich traurigen Spieler und Anhänger Benficas spiegeln sollte. Auf der anderen Seite des Platzes feierte der FC Chelsea seinen zweiten Europapokalsieg nacheinander: Auf den glücklichen Erfolg vor einem Jahr in der Champions League beim FC Bayern München folgte nun der Triumph im kleineren der beiden europäischen Wettbewerbe. Ähnlichkeiten zum Vorjahr waren beim Zustandekommen durchaus zu erkennen.

„Wir geben nie auf“, beschrieb Chelseas tschechischer Torhüter Petr Cech das zähe Beharrungsvermögen seiner Mannschaft, „und wir werden für unsere Mentalität belohnt.“ Chelsea hat anders als andere Mannschaften, die nach der Gruppenphase in der Champions League in die Europa League abgerutscht waren, die neue Aufgabe im Schatten der Glamourklasse auf Anhieb angenommen und optimal gelöst. Ein Wiedersehen im Unterhaus des europäischen Fußballs soll es aber so schnell nicht wieder geben. Ein Sieg am Sonntag im letzten Heimspiel der Premier League über den FC Everton, und der Tabellendritte Chelsea ist im kommenden Jahr wieder in der Champions League vertreten.

Und so konnte es die Mannschaft von Trainer Rafael Benitez wohl verschmerzen, auf die ganz große Sause nach dem Finalsieg über Benfica verzichten zu müssen. Noch in der Nacht ging es zurück in das nur vierzig Flugminuten entfernte London, wo Bettruhe die erste Profipflicht für die Spieler war, die gegen Everton noch einmal einen Nachweis ihrer Unbeugsamkeit liefern müssen.

Dass der FC Chelsea nun für zehn Tage im Besitz der beiden großen europäischen Vereinstrophäen ist, war am Mittwoch nur eine Randnotiz zu einem Endspiel, das Benfica mit seinem schönen Spiel verzierte und die Engländer dank ihrer Effektivität gewannen. Vieles erinnerte dabei an das letztjährige Finalduell in München, in dem ebenfalls die bessere Mannschaft verlor.

Trainer Rafael Benitez, im November als Nachfolger des gefeuerten Champions-League-Siegertrainers Roberto di Matteo gekommen, hatte in den vergangenen Wochen mit Akribie an der Perfektionierung seines Kaders gearbeitet. Der 53-Jährige, der nach dieser Saison allen späten Erfolgen zum Trotz die Stamford Bridge verlassen muss, genoss diesen Abend, an dem ihm erstmals auch ein Teil der Chelsea-Fans applaudierte, stillvergnügt. Dem Spanier fehlt schlicht der Glamourfaktor, den sein Vorvorgänger und mutmaßlicher Nachfolger José Mourinho in den millionenschweren Verein gebracht hat.

Rafael Benitez aber, der 2004 mit dem FC Valencia den Uefa-Pokal und 2005 mit dem FC Liverpool die Champions League gewann, wird der Premier League möglicherweise erhalten bleiben. In London beim FC Chelsea aber ganz sicher nicht.

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