Sport : Europäisches Vorbild Ottmar Walter bekam zum 80. das Bundesverdienstkreuz

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Er hat wieder ein paar der alten Geschichten erzählt. Damals, als die Gegner noch Angst hatten vor Kaiserslautern. Als die Tore im Minutentakt fielen und alles mühelos aussah, wenn er und sein Bruder Fritz die Konkurrenz locker austricksten. Ottmar Walter lächelte bescheiden und rieb sich eine Träne aus dem Auge: Einen Tag nach seinem 80. Geburtstag erhielt der FußballWeltmeister von 1954 im Vip-Bereich des Fritz-Walter-Stadions von Kurt Beck, dem rheinland- pfälzischen Ministerpräsidenten, das Bundesverdienstkreuz.

„Die 54er-Mannschaft mit Ottmar Walter war in ihrem Verhalten nach dem Endspiel ein Vorbild für das Zusammenwachsen in Europa“, sagte das Landesoberhaupt. Neben Horst Eckel, der persönlich gratulierte, und Hans Schäfer ist Ottmar Walter der letzte noch lebende Spieler der Weltmeistermannschaft. DFB-Präsident Gerhard Mayer- Vorfelder würdigte seine Leistungen mit dem Ehrenschild des DFB. Ottmar Walter gehörte wie sein am 17. Juni 2002 verstorbener Bruder Fritz zur Mannschaft, die vor 50 Jahren mit einem 3:2-Finalsieg gegen Ungarn das „Wunder von Bern“ schaffte. „Es war einiges dabei, wo es hart zuging“, sagte Ottmar Walter im Rückblick auf acht Jahrzehnte, „am Ende hat sich alles gelohnt.“ All die Lobpreisungen ließen den bescheidenen und zurückhaltenden Walter auch ein bisschen nachdenklich werden. „Ich habe mir die ganze Zeit Gedanken gemacht, ob das alles so zutrifft, was in den Reden über mich gesagt wurde“, sagte er lächelnd. „Am Ende hab’ ich es geglaubt.“ Tsp

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