Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger: : "Ich mache ein Praktikum bei 11FREUNDE"

Thomas Hitzlsperger hat im ZDF-Morgenmagazin als Fußballexperte die WM begleitet. Der ehemalige Nationalspieler im Kurzinterview über die Entwicklung des Fußballs in Deutschland und seine nächste berufliche Station.

Vinzenz Greiner
Erst beim Fernsehen, bald beim Print: Thomas Hitzlsperger.
Erst beim Fernsehen, bald beim Print: Thomas Hitzlsperger.Foto: dpa

Herr Hitzlsperger, wie ist es, auf der Zuschauertribüne zu stehen, während Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger den Weltmeister-Pokal in die Luft heben – Spieler, mit denen sie schon zusammengespielt haben?

Ich gönne es den Jungs von ganzem Herzen. Die Jungs, die Fans auf der Fanmeile, wir alle können stolz auf die Mannschaft sein, den WM-Titel geholt zu haben.

2006 und 2010 hat es für Platz drei gereicht. Jetzt Platz eins. Gab es eine Weiterentwicklung im deutschen Fußball?

Ja, das sieht man ja an den Titeln – auch bei internationalen Wettbewerben wie der Champions League, wo deutsche Mannschaften sehr stark spielen. Im deutschen Fußball passiert viel, er wird insgesamt besser. Vor einigen Jahren gab es noch nicht einmal Fußballinternate. Heute fördern die Vereine dagegen junge Talente intensiv.

Auch das Spiel der Nationalelf hat sich verändert. Manche sprechen von Joachim Löws neuem Pragmatismus. Gab es unter dem Bundestrainer einen Kulturbruch?

Nein, so weit würde ich nicht gehen. Die Idee vom Fußball hat sich nicht gewandelt. Allerdings hat Jogi Löw kurz vor der WM ein paar entscheidende Dinge verändert: Er hat Konter trainiert, was vorher nicht denkbar gewesen wäre. Außerdem haben sich Löws Prioritäten verschoben: früher waren das noch flaches Passspiel und Ballbesitz. Bei der WM ging dagegen viel über Standards und hohe Bälle. Spieler wie Toni Kroos kommen dadurch natürlich sehr gut zur Geltung.

Sie haben im ZDF Morgenmagazin als Fußballexperte die WM begleitet. Was passiert jetzt, da das Turnier vorbei ist?

Die Arbeit beim ZDF hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist toll, auf der anderen Seite zu stehen. Ich werde deshalb weiter in die journalistische Richtung gehen. Ich werde jetzt ein Praktikum beim Fußball-Magazin 11FREUNDE machen. Heute hatte ich noch frei, aber morgen geht’s schon los. Ich freu mich drauf!

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